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Einfaches Roggenbrot mit Sauerteig – 100% Roggen, einfach & gelingt immer

18. August 2019

Ein einfaches Roggenbrot mit Sauerteig ist der Klassiker unter den Broten. Hier kommt nichts anderes in den Teig als Roggen, Wasser und Salz. Ein bisschen Zeit, ein wenig Übung und Du hast ein herzhaftes Brot auf dem Tisch. Mild-säuerlich mit einer feinen nussigen Note passt es bestens sehr gut zu allen herzhaften Belägen. Bei uns ein gern gesehener Gast am Abendbrottisch. Extragimmick: Unser 100%Roggi bleibt lange frisch und aromatisch…

 

Einfaches Roggenbrot mit Sauerteig – mild oder kräftig?

Wenn Du dieses Brot ein paar mal gebacken hast und experimentierfreudig bist kannst Du das Brot Deinem persönlichen Geschmack anpassen. Und je nachdem ob Du es eher kräftiger oder eher milder magst, kannst Du den Anteil des Sauerteiges variieren. Ich habe in meinem Rezept ca. ein Drittel der gesamten Mehlmenge versäuert, das ergibt ein eher mildes Brot. Wenn Du Lust auf eine kräftigere Säurenote hast, erhöhst Du den Anteil des Sauerteiges im Verhältnis zur Restmehlmenge. Ab jetzt bist Du im Forscherteam. Bei erhöhter Sauerteigmenge braucht der Teig womöglich etwas weniger Rastzeiten um an Volumen zuzunehmen. Am besten machst Du Dir Versuchsnotizen 😉

Rezept für einfaches Roggenbrot mit Sauerteig

 

Rezept für einfaches Roggenbrot mit Sauerteig – die Zutaten:

Sauerteig

  • 240 g Roggenmehl 1150
  • 240 g Wasser
  • 20 g Anstellgut (Roggensauer)

Hauptteig

  • Sauerteig
  • 500 g Roggenmehl 1150
  • 225 g Wasser
  • 15 g Salz
  • (wer mag, 1/2 Teelöffel Kümmel)

Rezept für einfaches Roggenbrot mit Sauerteig – die Zubereitung:

  1. Für den Sauerteig: Anstellgut mit Wasser verquirlen und mit dem Roggenmehl verkneten. Für 14 bis 16 Stunden reifen lassen.
  2. Für den Hauptteig: Sauerteig mit gut warmen Wasser verquirlen. Salz und Roggenmehl zugeben und 3 Minuten kneten. Den Teig ca. 30 Minuten rasten lassen.
  3. Den Teig zu einem runden Laiben formen und in ein gut gemehltes Gärkörbchen legen. Zwei Stunden rasten lassen, bis der Laib sich deutlich vergrößert hat.
  4. So wird’s gebacken: Den Backofen mitsamt einem Gusseisernen auf 250°C Ober-/Unterhitze gut vorheizen. Den Laib sachte vom Gärkörbchen in den Gusstopf setzen und ca. 50 bis 60 Minuten backen. Nach 10 Minuten die Temperatur auf 180°C reduzieren. Das Brot vor dem Anschneiden auf einem Rost gut auskühlen lassen.

Der Sauerteig wartet nicht auf Dich – Du musst auf den Sauerteig warten.

 

Dos and dont’s für einfaches Roggenbrot mit Sauerteig

  • Aufgepimpt: Das Roggen-Sauerteigbrot lässt sich prima mit gerösteten Haselnüssen aufpimpen. Es gibt hervorragende Brotgewürzmischungen zu kaufen…oder Du mixt Dir aus gemahlenem Kümmel, Piment, Anis und Koriander zu gleichen Teilen Dein eigenes Gewürz.
  • Zeit…und nochmal Zeit. Zeit für den Sauerteig und für das Rasten des Brotteiges. Die lange Teigführung gibt dem Teig genug Raum um köstliche Getreidearomen zu entwickeln.
  • gut gefüttert ist halb gereift: Du brauchst triebhaften Sauerteig. Gegebenenfalls das Anstellgut nochmal auffrischen.
  • Mehl ist nicht gleich Mehl: Jedes Mehl ist anders und nimmt unterschiedliche Mengen an Wasser auf. Es kann also sein, dass Du ein wenig mehr oder weniger Wasser als im Rezept angegeben benötigst. Ich halte immer einen kleinen Schluck zurück, den ich im Bedarfsfall noch zum Teig geben kann.

Rezept für einfaches Roggenbrot mit Sauerteig

Das brauchst du für perfektes Roggenbrot

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Rezept für einfaches Roggenbrot mit Sauerteig
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Einfaches Roggenbrot mit Sauerteig
Ein einfaches Roggenbrot mit Sauerteig ist der Klassiker unter den Broten. Hier kommt nichts anderes in den Teig als Roggen, Wasser und Salz. Ein bisschen Zeit, ein wenig Übung und Du hast ein herzhaftes Brot auf dem Tisch.
Zutaten
Sauerteig
  • 240 g Roggenmehl 1150
  • 240 g Wasser
  • 20 g Anstellgut Roggensauer
Hauptteig
  • Sauerteig
  • 500 g Roggenmehl 1150
  • 225 g Wasser
  • 15 g Salz
  • wer mag, 1/2 Teelöffel Kümmel
Anleitungen
  1. Für den Sauerteig: Anstellgut mit Wasser verquirlen und mit dem Roggenmehl verkneten. Für 14 bis 16 Stunden reifen lassen.
  2. Für den Hauptteig: Sauerteig mit gut warmen Wasser verquirlen. Salz und Roggenmehl zugeben und 3 Minuten kneten. Den Teig ca. 30 Minuten rasten lassen.
  3. Den Teig zu einem runden Laiben formen und in ein gut gemehltes Gärkörbchen legen. Zwei Stunden rasten lassen, bis der Laib sich deutlich vergrößert hat.
  4. So wird's gebacken: Den Backofen mitsamt einem Gusseisernen auf 250°C Ober-/Unterhitze gut vorheizen. Den Laib sachte vom Gärkörbchen in den Gusstopf setzen und ca. 50 bis 60 Minuten backen. Nach 10 Minuten die Temperatur auf 180°C reduzieren. Das Brot vor dem Anschneiden auf einem Rost gut auskühlen lassen.
Rezept-Anmerkungen

Aufgepimpt: Das Roggen-Sauerteigbrot lässt sich prima mit gerösteten Haselnüssen aufpimpen. Es gibt hervorragende Brotgewürzmischungen zu kaufen...oder Du mixt Dir aus gemahlenem Kümmel, Piment, Anis und Koriander zu gleichen Teilen Dein eigenes Gewürz.

 

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So, jetzt aber an den Backofen, fertig, los! Ich wünsche Euch viel Spass mit dem Rezept für Mallorquinisches Brot und freue mich über Eure Nachrichten, Anregungen, Kritik und Lob.

Alles Liebe für Euch und immer eine Handbreit Wasser unterm Kiel,

Eure Anne

 

…und für alle, die wie ich bekennende Pinterestopfer sind, gibt es noch etwas zum pinnen 🙂

Einfaches Roggenbrot mit Sauerteig

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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BrotSauerteig
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Anne

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130 Comments


Kira
28. March 2020 at 12:23
Reply

Hey, mein Teig ist gerade am gehen. Habe übrigens Roggenvollkornmehl genommen und einen Dinkelsauerteig… mal schauen ob es was wird ‍♀️
Ich habe allerdings kein Gusseisentopf, geht es auch ohne jegliche Form oder dann doch lieber eine rechteckige Brotbackform?
Ich würde mich über eine Antwort freuen!
Liebe Grüße
Kira



    Anne
    30. March 2020 at 06:55
    Reply

    Liebe Kira,
    der Gusseiserne Topf sorgt einfach für ein besonders gutes Klima und hält die Feuchtigkeit gut im Brot. Aber zu Not geht es auch ohne. Dann gibst Du Dein Brot auf ein mit Backpapier belegtes Blech (welches auch schon im Ofen aufgeheitzt wurde) und wenn Du Dein Brot in den Ofen gegeben hast, giesst Du noch ein Glas Wasser auf den Boden des Ofens. Das gibt tüchtig Dampf und dadurch auch Feuchtigkeit an Dein Brot.
    Du kannst aber auch eine Kastenform benutzen, vor allem, wenn Du das Gefühl hast, Dein Brot würde auf „freier Wildbahn“ die Form verlieren und auseinanderlaufen.
    Jetzt bin ich gespannt, was Du gemacht hast, und wie Dir Dein Brot geschmeckt hat.
    Herzliche Grüße,
    Anne

      Claudia Hartmann
      21. May 2026 at 21:01

      Liebe Kira,

      hast du denn an den Mengenangaben mit dem Vollkornmehl etwas geändert? Und, nebenbei… wie wurde das Ergebnis denn?

      Liebe Grüße und vielen Dank!
      Claudia
      (Falls du das nach so langer Zeit noch liest…)

    Wolfgang
    30. December 2025 at 15:33
    Reply

    Hallo Kira, ich nehme für alle Brote, außer Weißbrot, Roggensauer, also Anstellgut.
    Als Form kannst du Kuchenformen benutzen, eine Gussform ist aber schöner.

    Anne
    23. May 2026 at 20:58
    Reply

    hallo Kira,
    es geht auch ohne Form. Dann gib aber vielleicht eine flache Schale mit Wasser mit in den Ofen. Der Dampf hilft dabei eine schöne Kruste zu erzeugen, die sonst im Topf entsteht.
    Liebe Grüße, Anne

Marie-Christine Jung
20. April 2020 at 21:12
Reply

Das Rezept habe ich nun schon mehrmals gemacht und es schmeckt uns prima. Vielen Dank dafür.
Ich backe es allersings auf dem Pizzastein und bedampfe es die ersten 10 Minuten.



    Andrea
    9. June 2020 at 18:38
    Reply

    Hallo Anne, seit Kurzem habe ich mit dem Backen begonnen. Der Roggen-Sauerteig ist sehr gut gelungen und ich habe nach deinem Rezept mit Roggenmehl 1150 gebacken. Der 2. Anlauf hat ganz gut geklappt, aber das Brot ist etwas klebrig beim aufschneiden. Weil der Teig zu fest war habe ich die gleiche Menge Wasser wie Mehl verwendet. Damit hatte der Teig eine Konsistenz wie für Pfannkuchen. Das hatte ich so gelesen. Was kann ich ändern, dass das abgekühlte Brot nicht mehr klebt beim abschneiden.

      Erich und Erni Hutter
      4. June 2023 at 16:28

      Das frisch gebackenen und warme Brot klebt immer, also auskühlen lassen. Man sagt,, das Roggenbrot muss nachreifen,
      am besten erst Tag danach anschneiden.

        Anne
        23. May 2026 at 22:02

        Absolut richtig, du hast das Geheimnis gelüftet! Roggenbrot ist nicht ungeduldig — das ist einfach so ein Typ der seine Zeit braucht. Frisch aus dem Ofen klebt die Krume noch, weil die Stärke sich beim Abkühlen erst richtig festigt. Das ist kein Fehler, das ist Physik.

        Und die Nachtruhe vor dem ersten Anschnitt? Pflicht! Am nächsten Tag hat das Brot nochmal so viel Geschmack und lässt sich wunderschön schneiden.

        Ich gestehe das hier mal öffentlich: Ich weiß das alles. Ich schreibe das alles. Und trotzdem stehe ich nach jedem Backen nach spätestens 20 Minuten mit einem Messer vor dem noch warmen Laib und rede mir ein, dass „kurz angefüsst“ ja kein richtiger Anschnitt ist. Das Ergebnis ist dann eine klebrige Scheibe Brot der zwar nicht hübsch, aber super lecker ist. Man lernt nie aus — oder will es zumindest nicht.

        Wer das auch nicht aushält, dem empfehle ich Ablenkung. Am besten in Form von einem Glas Wein — bis das Brot endlich kalt ist.

        Liebe Grüße
        Anne

      Anne
      23. May 2026 at 21:09

      Liebe Andrea,
      erstmal Glückwunsch — ein gelungener Roggensauerteig beim ersten Versuch ist schon eine kleine Meisterleistung!
      Zum klebrigen Brot: Das kenne ich gut und die gute Nachricht ist — es hat eine einfache Lösung.
      Das Kleben beim Anschneiden hat meistens zwei Ursachen:
      Erstens — zu früh angeschnitten. Roggenbrot braucht nach dem Backen unbedingt seine Ruhezeit. Mindestens 12 Stunden, besser 24 Stunden. Ich weiß, das ist eine Qual wenn das Brot so herrlich duftet — aber die Krume braucht diese Zeit um zu stabilisieren. Wer zu früh schneidet, wird mit klebrigen Scheiben bestraft.
      Zweitens — zu viel Wasser. Eine Teigkonsistenz wie Pfannkuchenteig ist für Roggenbrot tatsächlich etwas zu flüssig. Roggenteig soll zwar deutlich weicher sein als Weizenteig — aber er sollte sich noch formen lassen. Ich würde beim nächsten Versuch etwas weniger Wasser nehmen und schauen wie sich der Teig anfühlt.
      Und noch ein Tipp: Ein scharfes Messer mit Wellenschliff — am besten leicht angefeuchtet — macht beim Anschneiden einen riesigen Unterschied.
      Beim dritten Anlauf wird es perfekt — ich bin sicher!
      Alles Liebe,
      Anne

Simone
24. May 2020 at 10:46
Reply

Mein Teig geht gerade. Kann ich auch einen Römertopf oder Bräter backen? Über eine Antwort würde ich mich freuen!



Axel Thomsen
28. May 2020 at 17:54
Reply

Liebe Anne, mein Brot sieht von aussen megalecker aus! Hammer. Aber innen ist es jetzt bereits zwei mal gerissen. Horizontal. Woran kann das liegen? LG Akki



    Thomas
    30. January 2022 at 12:08
    Reply

    5 Sterne
    Hallo Axel,
    hast Du Deinem Teig genügend Ruhe gegönnt? Ihn nach dem Rasten nochmals gut durch geknetet?

    Ich bereite mein Roggensauerteig-Brot schon mehrfach nach diesem Rezept zu und habe keine Probleme. Beim ersten Mal
    hatte ich mein, in runder Form, gebackenes Brot nicht eingeschnitten. Sah aus wie eine Mosaikfliese, nur nicht bunt 🙂

    Grüße

    Thomas

    Anne
    23. May 2026 at 21:27
    Reply

    Lieber Akki,
    von außen Hammer — das ist schonmal die halbe Miete! Und ein horizontaler Riss innen ist tatsächlich ein klassisches Phänomen, das einen ganz bestimmten Grund hat.
    Der Teig war wahrscheinlich noch nicht ganz reif als er in den Ofen kam. Die Gärung war noch nicht abgeschlossen, und beim Backen hat das Brot nochmal kräftig Ofentrieb entwickelt — aber die Krume konnte nicht mehr gleichmäßig nachziehen. Ergebnis: Riss.
    Mein Tipp für den nächsten Versuch: Einfach die Stückgare etwas verlängern. Nicht nach der Uhr gehen sondern nach dem Teig schauen — er sollte sich deutlich vergrößert haben und auf leichten Druck mit dem Finger langsam zurückfedern.
    Und noch etwas: Nach dem Backen das Brot wirklich vollständig auskühlen lassen bevor du es anschneidest. Mindestens 2 Stunden, besser über Nacht. Ein warmes Roggenbrot rächt sich beim Anschneiden immer!
    Beim dritten Anlauf sitzt das — ich bin sicher. Und dann möchte ich ein Foto sehen!
    Alles Liebe,
    Anne

Diana
6. June 2020 at 11:07
Reply

Hallo liebe Anne,

vielen Dank für das tolle Rezept und deine vielen anderen Inspirationen auf deiner Seite.
Nun ruht mein Teig gerade 30 Minuten, vielleicht auch noch etwas länger und dann in den Gusseisernen mit Deckel.
Finde übrigens, dass sich die Investition in eine gußeiserne Form mit Deckel echt lohnt. Zudem kann man darin prima im Ofen schmoren.
Meine Frage ist gerade, könnte es am RoggenVollkornmehl liegen, dass der Teig sehr fest und schwer ist und mein TM 6 ganz schön zu kämpfen hatte? Vielleicht müsste ich nächstes Mal die Menge insgesamt reduzieren.

Jedenfalls ist der Duft von frischem Brot aus dem Ofen einfach wundervoll.

Liebe Grüße
Diana



    Anne
    23. May 2026 at 21:28
    Reply

    Liebe Diana,
    der Duft von frisch gebackenem Brot — dafür lohnt sich wirklich jede Mühe, da bin ich ganz bei dir!
    Und ja — Roggenvollkornmehl ist ein echter Schwergewichtler. Es saugt mehr Wasser auf als helles Roggenmehl und macht den Teig tatsächlich deutlich fester und schwerer. Dein TM6 hat also völlig zurecht geschnauft — das ist keine Schwäche der Maschine, das ist einfach Vollkorn wie es leibt und lebt.
    Zwei Möglichkeiten für den nächsten Versuch: Entweder etwas mehr Wasser dazugeben bis der Teig geschmeidiger wird — oder wie du sagst die Gesamtmenge etwas reduzieren damit der Thermomix nicht ans Limit kommt.
    Und der Gusstopf — absolut richtige Investition! Brot backen, schmoren, Suppe kochen — der macht einfach alles mit und wird mit den Jahren nur besser. Ein treuer Küchenbegleiter.
    Jetzt aber schnell ins Gärkörbchen und dann ab in den Ofen — ich drücke die Daumen für einen perfekten Laib! Und ein Foto danach wäre natürlich traumhaft.
    Alles Liebe,
    Anne

Franzi
12. June 2020 at 08:44
Reply

Liebe Anne,
Ich finde Dein Rezept super! Ich habe schon einige Brote damit gebacken, auch mit Weizenmehl gemischt oder auch mit Kräutern aus dem Garten (Thymian, Oregano, Rosmarin, Knoblauch) verfeinert. Auch mit Röstzwiebeln ist es ziemlich lecker.
Ich habe nur ein Problem: die Brote sehen leider niemals so schön braun aus, wie auf Deinen Bildern. Ich möchte nicht zusätzlich mit Malz oder so färben, gibt es andere Methoden? Ich backe immer ca 10 min bei 250°C an und drehe dann auf etwa 180° runter. Die Kruste ist dabei auch schon immer recht dick – aber eben nicht braun. Sollte ich das Brot nach der Hälfte der Backzeit ganz oben im Ofen platzieren?
Und: bäckst Du das Roggenbrot bei Vollgare? Wie lange wartest Du mit der Stückgare?
LG Franzi



    Anne
    23. May 2026 at 21:12
    Reply

    Liebe Franzi,
    Röstzwiebeln! Kräuter aus dem Garten! Du machst das Rezept gerade besser als ich — Hut ab!
    Zum Bräunungsproblem: Der Deckel ist wahrscheinlich der Übeltäter. Wenn du im Gusstopf bäckst, nimm ihn die letzten 15-20 Minuten ab — dann passiert die Magie. Direkthitze von oben, und das Brot bekommt diese schöne dunkle Kruste die wir beide wollen.
    Und ja — eine Schiene höher in der zweiten Hälfte schadet auch nicht. Einfach mal ausprobieren, jeder Ofen ist ein kleines Individuum mit eigenem Charakter.
    Zur Stückgare: Ich backe bei knapper Gare — also wenn der Teigling sich etwa zur Hälfte vergrößert hat, nicht bis zur vollen Vollgare. Das gibt mehr Ofentrieb und eine schönere Kruste. Die genaue Zeit hängt von deinem Sauerteig und der Raumtemperatur ab — da hilft leider nur beobachten und ein bisschen Bauchgefühl entwickeln.
    Das Schöne beim Brotbacken: Man lernt nie aus. Und das nächste Brot wird immer das beste.
    Alles Liebe,
    Anne

Kirsten
15. August 2020 at 17:28
Reply

5 Sterne
Hallo, danke für das tolle Rezept. Ich backe dieses Brot mit reinem Roggenmehl, in den Ofen (Unter\Oberhitze! Nicht Umluft) gebe ich immer Wasser in einer feuerfesten Form mit hinein. Und den Laib benetze ich vor dem Backen ebenfalls ein bisschen mit Wasser. Mein Brot wird schön braun und es schmeckt super.



    Anne
    23. May 2026 at 21:13
    Reply

    Das klingt nach einem absolut perfekten Brot — und nach einer Bäckerin oder einem Bäcker, der seinen Ofen schon sehr gut kennt!
    Dampf ist wirklich das Geheimnis für eine schöne Kruste — und dein Tipp mit dem Benetzen des Laibs vor dem Backen ist klasse. Das machen die Profibäcker genauso.
    Ober-/Unterhitze statt Umluft — auch das ist ein wichtiger Hinweis, den ich gerne weitergebe. Umluft trocknet die Oberfläche zu schnell aus, bevor das Brot richtig aufgehen kann. Ober-/Unterhitze lässt dem Teig die Zeit die er braucht.
    Vielen Dank für diesen wertvollen Tipp — der wandert direkt in meine Dos and Don’ts!
    Alles Liebe und immer einen triebstarken Roggi am Start,
    Anne

Gitte
22. August 2020 at 14:20
Reply

Hallo, ich backe das Brot zum erstenmal.
Nach 2 Stunden hat sich nicht viel getan im Gärkorb.
An was kann das liegen?
Kann ich es auch länger gehen lassen wie erkenne ich überreife?

Lg



    Anne
    24. August 2020 at 11:19
    Reply

    Liebe Gitte,
    das kann mehrere Gründe haben….Sauerteig braucht viel Zeit. Wenn der Sauerteig sich nicht rührt, kann das an einer zu niedrigen Raumtemperatur liegen. Sauerteig wächst am besten bei 25 bis 30 Grad Celsius, also in einem recht warmen Wohnzimmer oder im Hochsommer. Versuch es noch einmal und hab etwas Geduld.
    Und….nicht weitersagen, aber gestern habe ich dieses Brot auch wieder backen wollen und obwohl ich es bestimmt schon 50 Mal gebacken habe, hat sich mein Teig gestern Null bewegt.

    Also auf ein Neues und liebe Grüße, Anne

      Kathi
      25. February 2021 at 15:08

      Guten Tag,

      mein Tipp (habe ich aus einem anderen Backblog): Wärmflasche in den Ofen legen, Gärkörbchen mit einem Baumwolltuch abdecken und auf einen Rost oberhalb der Wärmi stellen. Das gibt (bei mir) ca. 32°C. Also ziemlich ideale Bedingungen. Trotzdem ist es mir, wie gesagt, auch schon passiert, allerdings weiß ich nicht mehr wie genau die Umstände waren: Also blieb ein Mysterium^^

      LG Kathi

        Anne
        23. May 2026 at 21:21

        Liebe Kathi,
        die Wärmflaschenmethode — genial! So einfach, so effektiv. Da stehe ich vor dem Ofen und grübele über Raumtemperaturen und die Lösung liegt im Wärmeschrank aus Kindheitstagen. Der Sauerteig als Kuscheltier sozusagen.
        32°C ist tatsächlich fast schon Spa-Temperatur für einen Roggensauerteig — da geht der ab wie eine Rakete.
        Und das mysteriöse Missgeschick das du nicht mehr rekonstruieren kannst — das kenne ich. Manchmal passiert beim Brotbacken etwas Unerklärliches und man steht vor dem Ergebnis und denkt: Was ist hier eigentlich passiert? Mehl war das gleiche. Wasser war das gleiche. Sauerteig war fit. Und trotzdem. Ich nenne das die Launen des Teiges — und akzeptiere sie stillschweigend.
        Danke für den tollen Tipp — der wandert direkt in meine Sammlung!
        Alles Liebe,
        Anne

    Anne
    23. May 2026 at 21:14
    Reply

    Liebe Gitte,
    Oh, das kenne ich — man steht vor dem Gärkörbchen und wartet. Und wartet. Und wartet noch ein bisschen mehr.
    Keine Panik — Roggenbrot ist kein Hochleistungssportler. Ein paar mögliche Ursachen:
    Der Sauerteig war noch nicht ganz fit. Ist dein Anstellgut frisch gefüttert und aktiv gewesen bevor du es verwendet hast? Ein müder Starter macht ein müdes Brot. Wenn er vor dem Backen schön blasig und leicht gewölbt war — gut. Wenn er noch eher flach und lustlos ausgesehen hat — da liegt der Hund begraben.
    Die Temperatur spielt auch eine große Rolle. Roggenteig mag es warm — so um die 24-26°C. Wenn es in deiner Küche eher frisch ist, einfach länger warten und den Teig an einen wärmeren Ort stellen. Neben der Heizung, in den ausgeschalteten aber leicht vorgewärmten Ofen, oder einfach mit einem Tuch abgedeckt auf der warmen Arbeitsplatte.
    Überreife erkennst du daran, dass der Teig im Körbchen wieder leicht einzufallen beginnt und sehr weich und klebrig wird. Bis dahin ist noch etwas Zeit — also ruhig noch eine Stunde oder zwei dranhängen.
    Und denk dran: Der Sauerteig wartet nicht auf dich — aber manchmal muss man eben auf ihn warten!
    Alles Liebe und viel Geduld,
    Anne

Isabella Schulte
15. September 2020 at 17:30
Reply

Hallo,vielen Dank für dieses tolle Brotrezept.Mein Sauerteig ist schon etwas älter und geht daher gut auf.Ich habe insgesamt 3 Mehlsorten gemischt,Roggenmehl,Dinkelmehl und Weizenvollkornmehl und das ganze im Römertopf gebacken.Das Brot ist beim backen nochmals gut aufgegangen und es schmeckt einfach toll. Ich werde es noch öfters backen. Ein kleiner Tip am Rande,nachdem der komplette Teig 30 Minuten Ruhe hatte,habe ich ihn auf einer bemehlten Arbeitsfläche ein paar mal gefaltet und das Brot danach noch mal 4 Std ruhen lassen,das Ergebnis war perfekt. Mit lieben Grüssen Bella



    Anne
    23. May 2026 at 21:02
    Reply

    Liebe Bella,
    das klingt nach einem Sauerteig, der sein Leben wirklich ernst nimmt! Ein älteres Anstellgut ist wie ein guter Wein: Mit den Jahren wird es nur besser und triebstärker.
    Deine Mehlmischung aus Roggen, Dinkel und Weizenvollkorn klingt herrlich — das ergibt bestimmt ein Brot mit viel Charakter und einer schönen nussigen Note. Und der Römertopf — was für eine gute Idee! Der hält die Feuchtigkeit perfekt und sorgt für eine traumhafte Kruste.
    Und dein Tipp mit dem Falten und der längeren Ruhezeit ist Gold wert — den werde ich gleich in den Artikel aufnehmen, wenn Du nichts dagegen hast. Längere Ruhezeiten entwickeln einfach nochmal eine ganz andere Tiefe im Geschmack.
    Ich freue mich schon auf dein nächstes Backabenteuer — und falls du irgendwann mit vier Mehlsorten experimentierst, möchte ich es unbedingt wissen!
    Alles Liebe und immer einen vitalen Sauerteig am Start,
    Anne

Isabella
15. September 2020 at 17:32
Reply

5 Sterne
Hallo,vielen Dank für dieses tolle Brotrezept.Mein Sauerteig ist schon etwas älter und geht daher gut auf.Ich habe insgesamt 3 Mehlsorten gemischt,Roggenmehl,Dinkelmehl und Weizenvollkornmehl und das ganze im Römertopf gebacken.Das Brot ist beim backen nochmals gut aufgegangen und es schmeckt einfach toll. Ich werde es noch öfters backen. Ein kleiner Tip am Rande,nachdem der komplette Teig 30 Minuten Ruhe hatte,habe ich ihn auf einer bemehlten Arbeitsfläche ein paar mal gefaltet und das Brot danach noch mal 4 Std ruhen lassen,das Ergebnis war perfekt. Mit lieben Grüssen Bella



    Astrid Stöhr
    2. May 2021 at 19:54
    Reply

    Hallo Isabella, ich würde das Brot auch gerne im Römertopf backen. Habe gerade den Sauerteig angesetzt und backe es dann morgen früh. Hast du den Römertopf gewässert und auch vor dem Backen schon in den kalten Ofen zum Vorheizen gestellt. Den Gusseisernen soll man ja vorheizen. Wie lange hast du es bei welcher Temperatur mit und oder ohne Deckel gebacken?
    Puh, das waren jetzt aber viele Fragen. Freue mich über eine Antwort. LG Astrid

      Anne
      23. May 2026 at 21:31

      Liebe Astrid,
      wie schön dass du Isabella direkt fragst — Tipps von Bäcker zu Bäcker sind die allerbesten!
      Ich schalte mich kurz ein weil ich den Römertopf auch sehr mag und ein paar Hinweise habe:
      Anders als den Gusstopf solltest du den Römertopf NICHT im heißen Ofen vorheizen — er kann durch den Temperaturschock reißen. Der Römertopf kommt kalt in den kalten Ofen, dann erst einschalten. Das ist der große Unterschied zum Gusseisen.
      Wässern würde ich ihn für Brot eher nicht — das macht man bei Fleisch und Gemüse, beim Brot produziert der Ton ohnehin genug Feuchtigkeit für eine schöne Kruste.
      Temperatur und Zeit würde ich ähnlich halten wie im Rezept — also auf 250°C aufheizen lassen und nach 10 Minuten auf 180°C reduzieren, insgesamt 50-60 Minuten. Den Deckel die letzten 15-20 Minuten abnehmen damit die Kruste schön braun wird.
      Aber ich bin sehr gespannt was Isabella dazu sagt — vielleicht hat sie noch einen anderen Trick auf Lager!
      Morgen früh frisches Brot — gibt es einen besseren Start in den Tag?
      Alles Liebe,
      Anne

    Astrid
    3. May 2022 at 09:51
    Reply

    Hallo Isabella, ich finde die Idee mit dem Römertopf super. Hast du ihn, wie den gusseisernen Topf, auch vorher in den kalten Ofen zum Erhitzen getan? Und das Brot mit oder ohne Deckel auf welcher Einschubhöhe gebacken? Liebe Grüße Astrid

    Elly
    13. August 2024 at 08:07
    Reply

    Hallo Isabella und alle Anderen,

    Vllt kann mir jemand hierauf antworten. Ich habe Samstag meinen Sauerteig angesetzt und kann ihn heute verbacken. Er ist sehr hoch gegangen und schon löcherig und riecht streng sauer. Scheinbar alles so perfekt. Nun zu meinen Fragen. Da ich kein Gusstopf besitze würde ich auch den Römertopf wählen. Wie gehe ich da genau vor? Normal wässern und dann das Brot in den vorgeheizten Ofen? Oder macht ihr da noch etwas Besonderes? Und noch eine zweite Frage: Ich habe ganze Roggenvollkörner. Kann ich die im TM zu Mehl verarbeiten und das Mehl dann für dieses Brotrezept verwenden?

    Ich wäre so sehr dankbar, wenn mir jemand darauf antworten könnte.
    Seid Lieb Gegrüßt
    Elly

      Anne
      23. May 2026 at 22:15

      Hallo Elly!
      ich antworte dir sehr gerne — und erstmal: dein Sauerteig klingt nach einem absoluten Prachtexemplar. Hoch, löcherig, streng sauer — der ist topfit und will backen!

      Zum Römertopf: Ja, der funktioniert wunderbar als Gusseisenersatz! Aber Achtung — beim Römertopf bitte NICHT vorheizen. Der kommt kalt in den Ofen, sonst riskierst du einen Riss. Also Teig rein, Deckel drauf, ab in den kalten Ofen und dann auf Temperatur hochheizen. Die Wässerung machst du wie gewohnt — ca. 10-15 Minuten einweichen vor dem Befüllen.

      Zum Thermomix-Mehl: Absolut, das geht! Frisch gemahlenes Roggenvollkornmehl im TM ist sogar eine Traumzutat — voller Geschmack und randvoll mit Mineralstoffen. Dein Brot wird etwas kompakter und kräftiger im Geschmack als mit hellem Roggenmehl, aber das ist beim Roggenbrot eher ein Kompliment als ein Problem. Eventuell brauchst du einen kleinen Schluck mehr Wasser im Teig weil Vollkornmehl mehr Flüssigkeit zieht.

      Ich bin gespannt wie dein erstes Laib wird — berichte uns!

      Liebe Grüße
      Anne

Anja Rominger
25. September 2020 at 16:00
Reply

5 Sterne
Was für ein wundervolles Rezept ❤️ herzlichen Dank…. Der Sauerteig brütet hier vor sich hin ☺️… Freu mich sehr! Danke für deine Mühe und die sehr liebevolle Erklärung und Aufmachung



    Astrid
    4. May 2022 at 18:48
    Reply

    4 Sterne
    Hallo Isabella, ich finde die Idee mit dem Römertopf super. Hast du ihn, wie den gusseisernen Topf, auch vorher in den kalten Ofen zum Erhitzen getan? Und das Brot mit oder ohne Deckel auf welcher Einschubhöhe gebacken? Liebe Grüße Astrid

    Anne
    23. May 2026 at 21:04
    Reply

    Wie schön — ein brütender Sauerteig ist das aufregendste Haustier, das man haben kann! Kein Fell, kein Lärm, aber dafür jede Menge Blasen und ein unwiderstehlicher Duft.
    Ich drücke die Daumen, dass dein neuer Mitbewohner bald richtig in Fahrt kommt — und wenn das erste Brot aus dem Ofen kommt, möchte ich es wissen! Nichts ist befriedigender als der Moment, wenn man den Laib aus dem Topf hebt und die Kruste zum ersten Mal knackt.
    Viel Spaß beim Backabenteuer — und herzlichen Dank für deine lieben Worte, die machen meine Arbeit zu einer echten Freude!
    Alles Liebe und möge dein Sauerteig kräftig aufgehen,
    Anne

Kathrin
28. October 2020 at 20:07
Reply

Ich habe heute nach Deiner Anleitung mein allererstes Sauerteig -Brot gebacken, mit recht jungem Sauerteig-Anstellgut und mit Roggenvollkornmehl- und es ist ganz hervorragend geworden! Selbst Brotbacken macht definitiv stolz!
Vielen Dank für das tolle, einfache und superleckere Rezept!!!



    Anne
    23. May 2026 at 21:05
    Reply

    Oh, das macht mich so glücklich — das allererste Sauerteigbrot! Das ist ein Moment, den man nicht vergisst. Und mit jungem Anstellgut direkt ein hervorragendes Ergebnis hinzulegen — das ist wirklich beeindruckend!
    Dieser Stolz, den du beschreibst — den kenne ich so gut. Man steht vor dem Brot, klopft auf die Unterseite, hört das hohle Geräusch und denkt: Das habe ich gemacht. Aus Mehl, Wasser und einem kleinen Glas voller wilder Hefen. Magie!
    Und jetzt kommt das Schönste: Es wird mit jedem Mal besser. Dein Anstellgut wird kräftiger, du bekommst ein Gefühl für den Teig, und irgendwann backst du Brote, bei denen sich Freunde und Familie regelmäßig einladen — angeblich zufällig, aber wir wissen alle warum.
    Herzlichen Glückwunsch zum ersten von hoffentlich sehr, sehr vielen Sauerteigbroten!
    Alles Liebe und immer einen vitalen Starter am Start,
    Anne

Wolfgang
28. November 2020 at 14:00
Reply

5 Sterne
Hallo Anne,

ich habe jetzt zum erstenmal in meinem Leben einen Sauerteig angesetzt.
Ich habe seit her immer nach einem Rezept gesucht das mich anspricht und auch noch Anfängertauglich ist.Nun habe ich bei Dir glaube ich das ideale gefunden und würde es gerne probieren.
Da ich wie gesagt absoluter Afaänger bin möchte ich dich noch fragen wieviel Gramm das Brot dann hat bzw. welche größe sollte das Gärkörbchen und der Topf haben.
Wäre echt nett von dir wenn Du mir helfen würdest.

Lg



    Anne
    20. December 2020 at 07:48
    Reply

    Lieber Wolfgang,
    Du kannst aus dem Teig ein großes (ca. ein gutes Kilo) oder zwei kleine Brote backen. Ich nehme meist ein mittleres Gärköbchen.
    Herzliche Grüße und eine besinnliche Weihnachtszeit,
    Anne

    Anne
    23. May 2026 at 21:06
    Reply

    Lieber Wolfgang,
    herzlich willkommen im Club — und was für ein Einstieg! Gleich beim ersten Versuch einen Sauerteig ansetzen und sich an ein Roggenbrot wagen, das nenne ich mutig. Und genau richtig!
    Zu deinen Fragen:
    Das fertige Brot wiegt je nach Wasserverdunstung beim Backen etwa 900 g bis 1 kg — ein schöner, satter Laib also, der auch optisch was hermacht.
    Für das Gärkörbchen empfehle ich ein rundes Körbchen mit einem Durchmesser von etwa 20–22 cm — das passt perfekt für dieses Rezept. Wenn du noch keins hast, tut es zur Not auch eine Schüssel, die du mit einem gut bemehlten Küchentuch auslegst.
    Für den Topf gilt: Ein gusseiserner Topf mit mindestens 24 cm Durchmesser und einem festen Deckel ist ideal. Der Deckel ist wichtig — er erzeugt in den ersten Minuten Dampf und sorgt für die wunderbare Kruste. Kein Gusstopf vorhanden? Ein normaler Bräter mit Deckel funktioniert auch.
    Und noch ein Tipp für den Anfang: Keine Angst vor Fehlern. Auch ein nicht ganz perfektes Sauerteigbrot schmeckt noch tausendmal besser als jedes Brot aus dem Supermarkt.
    Ich freue mich auf deinen Backbericht!
    Alles Liebe,
    Anne

Edda
10. December 2020 at 07:38
Reply

5 Sterne
Super Rezept. War. Geschmacklich sehr gut, ich glaube ich habe das Brot nur zu früh raus genommen. Oder aber ich habe einen ganz anderen Fehler gemacht. Darum die Frage: Wenn man den Sauerteig von Seitenbacher verwendet. Benötigt man davon dann 500g oder ist das quasi nur das Anstellgut? Vielleicht hat jemand ja auch schon mit dem von Seitenbacher gebacken und kann mir da helfen. Es war mein erstes Brot 🙂



    Anne
    20. December 2020 at 07:40
    Reply

    Liebe Edda,
    mit einem fertig gekauften Sauerteig wird das Brot nicht gelingen. Er enthält keine lebenden Organismen. Du brauchst einen LEBENDEN Sauerteigansatz. Glaub mir, die Mühe lohnt sich.
    Viel Spaß mit Deinem neuen „Mitbewohner“
    Liebe Grüße und bleib gesund,
    die Anne

    Petra
    25. September 2024 at 11:41
    Reply

    Hallo!
    Ich habe zum ersten Mal nach diesem Rezept gebacken. Mein Sauerteig war noch nicht so stark und ich habe Hefe zugegeben. Es ist ganz gut geworden, allerdings hatte ich das Problem, dass der Teig sooo klebrig war und an einen Laib Formen nicht zu denken war. Ich habe den „Baatz“ dann einfach in einer Form gebacken aber mich würde interessieren, was ich falsch gemacht habe. Ich habe nur Vollkornroggenmehl verwendet.

      Anne
      23. May 2026 at 22:17

      Liebe Petra,
      Hallo! Erstmal Glückwunsch — du hast es durchgezogen und es ist was Essbares rausgekommen. Das zählt!

      Aber ich muss dich beruhigen: Du hast gar nichts falsch gemacht. Roggenvollkornteig IST so. Der ist von Natur aus ein klebriger, formloser Geselle der sich nicht so benimmt wie man das von Weizenteig kennt. Einen schönen runden Laib formen wie beim Baguette? Vergiss es. Roggenvollkorn macht was es will.

      Das hat zwei Gründe: Erstens hat Roggen kaum Gluten, also kein stabiles Gerüst das den Teig zusammenhält. Zweitens saugt Vollkornmehl extrem viel Wasser — weshalb der Teig so weich und klebrig wird.

      Die Lösung hast du übrigens schon selbst gefunden: einfach in die Form damit! Kastenform, Gärkorb oder Gusseisentopf — die geben dem Teig die Struktur die er selbst nicht hat. Mit nassen Händen oder einem nassen Teigschaber lässt er sich ganz gut in Form bugsieren.

      Nächstes Mal also keine Panik vor dem Baatz — der ist so wie er sein soll!

      Liebe Grüße
      Anne

Kerstin Gersic
27. January 2021 at 20:08
Reply

Wie lange soll es denn eigentlich 180° backen? Angabe fehlt im Rezept …



    Marion
    24. February 2021 at 09:31
    Reply

    So wird’s gebacken: Den Backofen mitsamt einem Gusseisernen auf 250°C Ober-/Unterhitze gut vorheizen. Den Laib sachte vom Gärkörbchen in den Gusstopf setzen und ca. 50 bis 60 Minuten backen. Nach 10 Minuten die Temperatur auf 180°C reduzieren
    So stehts im rezept!!!! Also 40-50 min 180 Grad!

    Tolles Rezept…obwohl ich ein Super AG habe muss ich meinem Brot mit etwas Hefe helfen. Backe es jetzt seit ca einem halben Jahr! Ich habe Morbus Crohn und vertrage dieses Brot super. Hatte beim Brot vom Bäcker heftige Probleme!

      Manni
      23. May 2021 at 19:31

      Hallo
      Wieviel Hefe hast du wann in den Teig gemischt

        Anne
        11. September 2021 at 21:29

        Lieber Manni,
        an dieses Roggenbrot kommt gar keine Hefe, sondern nur Sauerteig. Hefe kann Roggen leider nicht in Bewegung bringen 😉
        Herzliche Grüße,
        Anne

        Anne
        23. May 2026 at 21:32

        Hallo Manni,
        Liebe/r Brotbäcker/in,
        in diesem Rezept steckt gar keine Hefe — das ist der Clou! Der Sauerteig übernimmt hier komplett die Arbeit und treibt das Brot ganz alleine. Keine Hefe, kein Backpulver, nichts. Nur Roggenmehl, Wasser, Salz und ein aktives Anstellgut.
        Das ist auch der Grund warum das Brot so bekömmlich ist und so lange frisch bleibt — die lange Fermentation macht einfach alles besser.
        Falls dein Sauerteig noch jung und etwas träge ist, kannst du beim ersten Mal eine winzige Prise Hefe — wirklich nur eine Messerspitze — dazugeben um dem Teig etwas auf die Sprünge zu helfen. Aber eigentlich braucht es das nicht!
        Hast du schon ein Anstellgut am Start oder stehst du noch ganz am Anfang?
        Alles Liebe,
        Anne

      Anne
      23. May 2026 at 21:20

      Liebe Marion,
      Oh — da steht es ja schwarz auf weiß! Mea culpa, ich hätte genauer hinschauen sollen. Danke für die Korrektur — und sorry an die Person die gefragt hat, die Antwort war trotzdem richtig, ich hatte nur vergessen dass es schon im Rezept stand!
      Aber jetzt zum wirklich Wichtigen: Was du da erzählst ist wunderbar. Ein halbes Jahr selbst gebackenes Roggensauerteigbrot — und dein Körper dankt es dir! Das ist genau der Grund warum ich so für selbst gebackenes Sauerteigbrot brenne. Die lange Fermentation macht das Brot so viel bekömmlicher als industriell gebackenes — die Phytinsäure wird abgebaut, die Krume wird leichter verdaulich, und dein Bauch weiß einfach was er an einem echten Sauerteig hat.
      Dass du mit etwas Hefe nachhelfen musst ist übrigens kein Zeichen von Schwäche — weder bei dir noch bei deinem Anstellgut. Manchmal braucht es einfach einen kleinen Schubs, und das ist völlig in Ordnung.
      Weiter so — und ich freue mich dass das Brot dir so gut tut!
      Alles Liebe,
      Anne

    Anne
    23. May 2026 at 21:18
    Reply

    Huch — da hat sich tatsächlich ein Fehler eingeschlichen, danke für den aufmerksamen Hinweis!
    Die Gesamtbackzeit beträgt 50 bis 60 Minuten. Also 10 Minuten bei 250°C, dann runter auf 180°C und noch etwa 40 bis 50 Minuten weiterbacken — je nach Ofen und Brotgröße.
    Zur Sicherheit einfach die Klopfprobe machen: Brot aus dem Topf nehmen, auf die Unterseite klopfen — klingt es hohl, ist es fertig. Klingt es dumpf, darf es noch ein paar Minuten.
    Ich ergänze die Angabe gleich im Rezept — solche Hinweise sind Gold wert!
    Alles Liebe,
    Anne

Eike Ulrichs
3. April 2021 at 22:01
Reply

4 Sterne
Schönes Rezept allerdings backe ich mit frisch gemahlenem Vollkorn Roggen Mehl und daher braucht es deutlich mehr Wasser als hier im Rezept. Normalerweise backe ich mein Brot nach dem Grundrezept von Chad Robinson aber dieses wird dich öfter auf den Tisch kommen.

Danke dafür und liebe Grüße



    Anne
    23. May 2026 at 21:23
    Reply

    Liebe Eike,
    frisch gemahlenes Vollkornmehl — Respekt! Da bin ich direkt neidisch auf dein Brot.
    Und ja, mehr Wasser ist bei frisch gemahlenem Vollkorn definitiv Pflicht — das Mehl ist einfach viel hungriger als das aus der Tüte. Gut dass du das weißt und einfach nach Gefühl arbeitest, so macht Brotbacken Spaß!
    Chad Robertson — tolle Gesellschaft in der mein kleines Rezept da landet. Ich nehme das als Kompliment und verbeuge mich dankend!
    Wenn du das Brot das nächste Mal gebacken hast — schick mir gerne ein Foto! Ich freue mich immer riesig zu sehen was bei Euch aus dem Ofen kommt.
    Alles Liebe,
    Anne

ashok
8. May 2021 at 10:34
Reply

5 Sterne
Thanks For Sharing this amazing recipe. My family loved it. I will be sharing this recipe with my friends. Hope the will like it.



    Heidi
    8. May 2022 at 20:40
    Reply

    Muss man den Teig abgedeckt 14-16 Stunden ruhen kassen?
    Kann ich das Brot auch auf einem einfachen Blech backen,welche Schienenhöhe?

    Bin nich Neuling mit Sauerteig.Ich habe gerade einen fertig angesetzten Sauerteig im Kühlschrank, wann frische ich ihn am besten auf?Mehl und Wasser in gleicher Menge dazu und herrausen oder im Kühlschrank ruhen lassen?

    Gruss Heidi

      Anne
      23. May 2026 at 21:46

      Liebe Heidi,
      gleich vier Fragen auf einmal — ich mag Leute die effizient sind!
      Ja, der Sauerteig ruht abgedeckt — damit er nicht austrocknet und in Ruhe arbeiten kann. Ein Teller oder Frischhaltefolie reicht völlig.
      Backen auf dem Blech geht natürlich auch — mittlere Schiene, und eine feuerfeste Schale mit Wasser auf den Ofenboden stellen für etwas Dampf. Das Ergebnis wird etwas flacher als im Topf, aber geschmacklich genauso gut. Für eine knusprigere Kruste die letzten 15 Minuten die Wasserschale rausnehmen.
      Zum Auffrischen: Am besten abends raus aus dem Kühlschrank, bei Zimmertemperatur eine Stunde akklimatisieren lassen, dann mit gleichen Teilen Mehl und Wasser füttern und über Nacht warm stehen lassen. Morgens sollte er schön blasig und verdoppelt sein — dann ist er backbereit. Nicht im Kühlschrank auffrischen, da passiert zu wenig.
      Der Starter entscheidet ob das Brot aufgeht oder nicht. Also lieber einmal zu oft auffrischen als einmal zu wenig!
      Alles Liebe,
      Anne

    Anne
    23. May 2026 at 21:31
    Reply

    Oh, how wonderful — thank you so much for trying the recipe and sharing it with your family!
    It makes me incredibly happy to hear that it was a hit. Sourdough rye bread has a way of bringing people together — there is something very special about sharing a homemade loaf with the people you love.
    I hope your friends enjoy it just as much! And if they have any questions about sourdough starters or baking tips, feel free to send them my way.
    Happy baking to you and your whole circle!
    All the best,
    Anne

Nina Hacker
29. May 2021 at 18:23
Reply

Hallo, ich habe heute den Sauerteig angesetzt und bin mir nicht sicher ob die Konsistenz richtig ist! Weil es heißt ja Kneten… allerdings kann ich das mit den Händen auf keinen Fall 🙁 ist eher eine matschige Konsistenz! Gehört sich das so, bzw wenn nicht wo könnte der Fehler liegen? Hab mich genau an die Mengen und Vorgehensweise gehalten.
Liebe Grüße



    Anne
    23. May 2026 at 21:33
    Reply

    Liebe Nina,
    keine Sorge — das ist völlig richtig so! Roggensauerteig ist tatsächlich eher eine matschige, klebrige Angelegenheit. Mit „kneten“ meine ich hier wirklich nur ein kräftiges Verrühren bis alles gut vermischt ist — das geht prima mit einem Löffel oder einer Gabel. Mit den Händen würde ich das auch nicht anfassen wollen, das klebt wie Tapetenkleister!
    Roggenteig ist grundsätzlich viel weicher und klebriger als Weizenteig — das ist kein Fehler, das ist Roggen wie er nun mal ist. Wer das erste Mal damit arbeitet denkt immer es stimmt etwas nicht. Stimmt aber alles!
    Jetzt einfach abdecken, an einen warmen Ort stellen und warten. Nach 14-16 Stunden sollte er schön blasig sein und angenehm säuerlich riechen — dann weißt du dass dein neuer Mitbewohner lebt und arbeitet.
    Ich drücke die Daumen — und berichte wie es weitergeht!
    Alles Liebe,
    Anne

Lilly
22. June 2021 at 12:48
Reply

Entschuldigung, ich bin totaler Anfänger. Woher verflixt bekomme ich Roggensauer Anstellgut???
Danke, Lilly



    Anne
    11. September 2021 at 21:10
    Reply

    Liebe Lilly,
    das Anstellgut kannst Du ganz einfach selbst herstellen aus Roggenmehl und Wasser. Auf dem Blog findest Du eine genaue Anleitung.
    Viel Spass beim Backen und ganz herzliche Grüße, Anne

    Anne
    23. May 2026 at 21:35
    Reply

    Liebe Lilly,
    keine Entschuldigung nötig — jeder fängt mal an, und die Frage ist absolut berechtigt!
    Du hast drei Möglichkeiten:
    Selbst ansetzen — das ist einfacher als es klingt und kostet nur Roggenmehl, Wasser und ein bisschen Geduld. Ich habe auf dem Blog eine Schritt-für-Schritt Anleitung die dich sicher ans Ziel bringt: Roggensauerteig ansetzen — so geht’s kinderleicht. Nach etwa 4 Tagen hast du dein eigenes Anstellgut — deinen neuen Mitbewohner sozusagen!
    Vom Bäcker fragen — viele Bäcker geben ihr Anstellgut gerne ab, einfach nett fragen. Die meisten freuen sich über das Interesse und sind großzügig.
    Aus der Community — in Sauerteig-Gruppen auf Facebook oder in lokalen Backforen gibt es immer nette Menschen die ihr Anstellgut teilen. Einfach mal suchen — da herrscht eine wunderbare Hilfsbereitschaft!
    Mein Tipp: Setz es selbst an. Es ist ein tolles Erlebnis wenn man zusieht wie aus Mehl und Wasser etwas Lebendiges entsteht. Und dann weißt du auch genau was drin steckt!
    Trau dich — du schaffst das!
    Alles Liebe,
    Anne

Dietmar Büchi
24. June 2021 at 16:56
Reply

5 Sterne
Wunderbar !!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!



    Anne
    23. May 2026 at 21:35
    Reply

    Das freut mich riesig — danke für die Ausrufezeichen, die kann man nie genug haben!

Marion P.
13. July 2021 at 11:19
Reply

Liebe Anne, ich bin absolute Anfängerin was das Backen mit Sauerteig angeht. Ich hatte auch mit einem anderen Rezept schon einige Fehlversuche. Gestern ist mir dann mit Deinem Rezept ein schönes Roggenbrot gelungen, könnte nur noch ein bisschen lockerer sein. Kann das an der Ruhezeit liegen? Daher habe ich noch eine Frage:?Woran erkenne ich, dass der Sauerteig reif ist. Du gibst ja eine Zeitspanne von 14 – 16 Stunden ab. Kann er auch überreifen? Und um wieviel sollte dann der Teig im Gärkorb aufgehen? Vielleicht kannst Du mir helfen, würde mich sehr freuen.



    Anne
    11. September 2021 at 21:08
    Reply

    Liebe Marion,
    wenn der Sauerteig reif zum verbacken ist, sollte er eine leicht blasige Oberfläche haben. Der Teig vergrößert sich in jedem Fall deutlich und die Oberfläche sollte sich leicht nach oben wölben. Wenn er bereits wieder etwas einfällt, hast Du ihn zu lange reifen lassen.
    Viel Erfolg und Spass beim Backen… 😉

    Liebe Grüße, Anne

    Anne
    23. May 2026 at 21:36
    Reply

    Liebe Marion,

    nach einigen Fehlversuchen gleich ein schönes Roggenbrot hinlegen — das ist doch ein toller Einstieg! Auf die Lockerheit kommen wir noch, versprochen.
    Zu deinen Fragen:
    Woran erkennst du einen reifen Sauerteig? Er hat sich deutlich vergrößert — mindestens verdoppelt — ist schön blasig und riecht angenehm säuerlich. Der klassische Test: Ein kleines Stückchen in ein Glas Wasser geben. Schwimmt es oben — backbereit. Sinkt es — noch etwas warten.
    Kann er überreifen? Ja, das kann er. Ein überreifer Sauerteig fällt in der Mitte wieder ein, riecht sehr scharf und säuerlich und hat seine Triebkraft verloren. Dann lieber nochmal füttern und einen Tag warten.
    Wie viel sollte der Teig im Gärkörbchen aufgehen? Etwa 50-70% Volumenzunahme reicht — nicht bis zur vollen Verdopplung warten. Wer zu lange wartet backt bei Übergare und das Brot wird kompakt statt locker.
    Und zur Lockerheit: Längere Stückgare und ein richtig aktives Anstellgut sind die wichtigsten Stellschrauben. Hier hilft meine Anleitung zum Roggensauerteig ansetzen (/sauerteig-selber-ansetzen-so-geht-es-kinderleicht/) wenn du noch mehr über deinen Starter verstehen möchtest.
    Du bist auf dem richtigen Weg — weitermachen!
    Alles Liebe,
    Anne

Thomas
21. July 2021 at 16:47
Reply

Hallo,
meine „Backkünste“ haben leider nur einen harten Stein zustande gebracht. Mir ist nicht klar, wie der Teig gehen soll, wenn keine Hefe verwendet wird. Mein Brot blieb klein und hart.



    Anne
    11. September 2021 at 21:04
    Reply

    Lieber Thomas,
    war Dein Anstellgut, dass Du verwendet hast richtig aktiv? Eventuell fütterst Du ihn zwei mal innerhalb von 12 Stunden an – dann sollte er richtig „backtriebig“ sein.

    Liebe Grüße, Anne

    Anne
    23. May 2026 at 21:37
    Reply

    Hallo Thomas,
    Oh nein — ein Brotstein ist natürlich nicht das Ziel, das tut mir leid!
    Aber keine Sorge, das lässt sich lösen. Die Antwort auf deine Frage ist: Der Sauerteig ist deine Hefe! Die wilden Hefen und Milchsäurebakterien im Anstellgut treiben den Teig genauso wie gekaufte Hefe — nur langsamer und mit viel mehr Geschmack.
    Das Problem war höchstwahrscheinlich eines von diesen:
    War dein Anstellgut fit und aktiv? Das ist der häufigste Grund für ein kompaktes Brot. Ein müdes, selten gefüttertes Anstellgut hat einfach nicht genug Triebkraft. Vor dem Backen sollte es frisch gefüttert, schön blasig und mindestens verdoppelt sein.
    War der Teig warm genug? Roggensauerteig braucht Wärme — so um die 24-26°C. In einer kühlen Küche passiert einfach nichts oder sehr wenig.
    Hast du lange genug gewartet? Sauerteig lässt sich nicht hetzen. Die 14-16 Stunden für den Sauerteig und die 2 Stunden Stückgare sind wirklich wichtig.
    Schau mal in meine Anleitung zum Roggensauerteig ansetzen (/sauerteig-selber-ansetzen-so-geht-es-kinderleicht/) — da erkläre ich Schritt für Schritt wie du ein wirklich aktives Anstellgut bekommst. Das ist die Basis für alles!
    Nicht aufgeben — der nächste Versuch wird besser!
    Alles Liebe,
    Anne

Marianne Goblet
23. August 2021 at 18:36
Reply

5 Sterne
Tolles Rezept, aber das Brot könnte meines Erachtens länger bei hoher Temperatur gebacken werden und evt. die letzten Minuten ohne Deckel damit es knuspriger wird.



    Anne
    23. May 2026 at 21:38
    Reply

    Da hast du absolut recht — und ich nehme das als Auftrag zur Knusper-Optimierung sehr ernst!
    Die letzten 15-20 Minuten ohne Deckel sind bei mir auch längst Pflicht. Da bekommt die Kruste endlich was sie verdient — direkte Hitze, keine Ausreden, volle Bräunung.
    Und wer wirklich auf Krawall gebürstet ist was Knusprigkeit angeht: Brot nach dem Backen im ausgeschalteten aber noch warmen Ofen mit leicht geöffneter Tür auskühlen lassen. Die letzte Feuchtigkeit zieht raus und die Kruste wird so knackig dass die Nachbarn fragen ob du umgebaut hast.
    Danke für den Tipp — beim nächsten Mal länger und mutiger!
    Alles Liebe,
    Anne

Hannes
8. September 2021 at 00:16
Reply

Hallo Anne,
Guten Morgen ;-))
Gestern habe ich dein Rezept „Einfaches Roggenbrot mit Sauerteig“ nachgebacken .Als Brotgewürz habe ich einen TL.Koriander und 1TL.Kümmel genommen. Es schmeckt hervorragend und trifft mein Geschmack !!!!!
Weiter so ….Daumen hoch
Gruß Hannes



    Anne
    23. May 2026 at 21:39
    Reply

    Lieber Hannes,
    guten Morgen — und was für ein Start in den Tag! Frisch gebackenes Roggenbrot mit Koriander und Kümmel, das klingt nach einem Frühstück das den Rest des Tages beschämt.
    Koriander und Kümmel zusammen ist eine klassische Kombination die einfach immer funktioniert — ein bisschen würzig, ein bisschen nussig, ein bisschen „ich weiß nicht genau was da drin ist aber ich will mehr davon“.
    Danke für die Daumen hoch — die nehme ich sehr gerne! Und weiter so gilt natürlich für beide Seiten — du backst, ich liefere Rezepte. Deal?
    Alles Liebe und immer einen duftenden Ofen,
    Anne

Nici
25. November 2021 at 16:17
Reply

Hallo Anne, habe dein Roggenbrot gemacht aber irgendwie geht es nicht auf. Ich hab leider kein gärkörbchen. Müsste aber doch auch so gehen oder nich. Was hab ich falsch gemacht?? Kannst du mir helfen lg nici



    Anne
    23. May 2026 at 21:43
    Reply

    Liebe Nici,
    das Gärkörbchen ist nicht das Problem — eine Schüssel mit einem gut bemehlten Küchentuch tut es genauso! Da liegt der Fehler also nicht.
    Die viel spannendere Frage ist: Wie fit war dein Sauerteig? Das ist bei einem nicht aufgehenden Roggenbrot nämlich meistens der Übeltäter Nummer eins. War er frisch gefüttert, schön blasig und hat er sich vor dem Backen mindestens verdoppelt? Oder war er eher so… naja, er war halt da?
    Und wie warm war es bei dir in der Küche? Roggensauerteig ist ein Warmduscher — unter 22-24°C streikt er gerne und tut einfach gar nichts.
    Mein Tipp: Schau mal in meine Anleitung Roggensauerteig ansetzen — so geht’s kinderleicht — da erkläre ich wie du ein wirklich aktives und triebstarkes Anstellgut bekommst. Ein fitter Starter ist die absolute Grundvoraussetzung für ein aufgehendes Brot.
    Nicht aufgeben — der nächste Versuch wird aufgehen. Versprochen!
    Alles Liebe,
    Anne

RudiRatlos
31. March 2022 at 19:09
Reply

3 Sterne
wenn ich keine 20 g Anstellgut Roggensauer habe, wie bekomme ich dann Sauerteig ..?



    Anne
    23. May 2026 at 21:45
    Reply

    Lieber Rudi,
    die gute Nachricht: Du brauchst kein Anstellgut um Anstellgut zu bekommen — du züchtest es einfach selbst! Aus nichts weiter als Roggenmehl und Wasser. Klingt wie Zauberei, ist aber pure Wissenschaft — und funktioniert zuverlässig.
    In etwa 4 Tagen hast du deinen eigenen lebendigen Roggensauerteig am Start. Ich habe das Schritt für Schritt erklärt — schau mal hier: Roggensauerteig ansetzen — so geht’s kinderleicht.
    Alternativ — falls du es etwas schneller magst — einfach beim Bäcker des Vertrauens fragen. Die meisten geben ihr Anstellgut gerne ab. Manchmal reichen ein nettes Lächeln und eine leere Dose.
    Viel Spaß beim Züchten deines neuen Mitbewohners!
    Alles Liebe,
    Anne

Lisa
2. June 2022 at 01:18
Reply

5 Sterne
Hallo ☺️
Backe ich mir oder ohne Deckel?!



    Anne
    23. May 2026 at 21:48
    Reply

    Liebe Lisa,
    kurze Antwort auf eine kurze Frage: Mit Deckel!
    Zumindest die ersten 40-45 Minuten. Der Deckel hält den Dampf im Topf und sorgt dafür dass das Brot schön aufgeht und eine tolle Krume entwickelt.
    Dann — und das ist das Geheimnis für die knusprige Kruste — Deckel ab für die letzten 15-20 Minuten. Dann bekommt das Brot die direkte Hitze die es für eine schöne braune Kruste braucht.
    Mit Deckel aufgehen, ohne Deckel bräunen — fertig!
    Alles Liebe,
    Anne

Norbert
15. June 2022 at 16:49
Reply

4 Sterne
Hallo Anne,
ich lebe in Bolivien und habe nun endliche einen Laden gefunden wo Roggenmehl bekomme. In deinemm Rezept stolpere ich über den Begriff Anstellgut (Roggensauer) kannst du mir bitte erklären was das ist ?



    Anne
    23. May 2026 at 21:52
    Reply

    Hallo und herzlich willkommen! Wie schön, dass du aus Bolivien schreibst — und was für eine Freude, dass du endlich Roggenmehl gefunden hast!

    Das Anstellgut (auch Roggensauer genannt) ist ganz einfach erklärt: Es ist ein kleines Stück bereits fertig vergorenem Sauerteig, das du von einem vorherigen Backvorgang aufbewahrst. Es enthält die wilden Hefen und Milchsäurebakterien, die deinen neuen Teig zum Leben erwecken — quasi der „Starter“ für jeden neuen Laib.

    Wenn du noch kein Anstellgut hast, musst du deinen Sauerteig einmal von Grund auf neu ansetzen. Das dauert etwa 5–7 Tage, ist aber ganz einfach: Du brauchst nur Roggenmehl, Wasser und etwas Geduld. Jeden Tag füttert man ihn mit etwas Mehl und Wasser, bis er schön blubbert und säuerlich riecht.
    Hast du schon einen aktiven Sauerteig?
    Liebe Grüße
    Anne

Maxi
30. August 2022 at 07:19
Reply

5 Sterne
Ich habe einige Rezepte mit meinem selbstgezüchteten Sauerteig probiert und war sehr unglücklich. Bis jetzt! Dieses Rezept klappt zu 100% immer und es schmeckt so köstlich. Inzwischen backe ich nur noch dieses und variiere mit Körnern und Saaten. Alle in meinem Umfeld sind begeistert. „Es schmeckt und sieht aus wie vom Bäcker.“ Kleiner Tipp meinerseits: ich gebe dem Brotlaib immer 6-8 Stunden im Gärkörbchen Zeit und Ruhe bevor er in den Ofen kommt.



    Anne
    23. May 2026 at 21:54
    Reply

    Na, das nenn ich doch mal eine Erfolgsstory! Ich freu mich riesig, dass das Rezept bei dir so eingeschlagen hat — und dass dein selbstgezüchteter Sauerteig endlich seinen großen Auftritt bekommt, den er verdient.

    Und dein Tipp mit dem Gärkörbchen? Absolut genial. Mehr Zeit = mehr Aroma, das ist beim Brotbacken halt wie beim guten Rotwein. Den gebe ich sofort weiter!

    Liebe Grüße
    Anne

Liz
20. September 2022 at 21:20
Reply

5 Sterne
Hallo! Eine Frage zum Sauerteig. Wie würde das Rezept mit Trockensauerteig aussehen?
Mengenangaben und Zubereitung? Bin da ein kompletter Rookie.
Lieben Dank im Voraus
Gruß Liz



    Anne
    23. May 2026 at 21:56
    Reply

    Hallo Liz!
    Schön dass du fragst, aber ich muss dich kurz bremsen: Trockensauerteig aus dem Supermarkt ist leider so eine Sache. Der gibt dem Brot zwar einen leicht säuerlichen Geschmack, aber die wilden Hefen sind tot — das Brot geht damit nicht auf. Du brauchst also trotzdem noch Hefe dazu, und das Ergebnis ist dann ein ganz anderes Brot.

    Mein ehrlicher Tipp als bekennende Rookies-Versteherin: Setz dir einfach deinen eigenen Sauerteig an! Das klingt aufwendiger als es ist — Roggenmehl, Wasser, 5 Minuten täglich und nach einer Woche hast du einen echten, lebendigen Sauerteig der dich nie wieder verlässt. Versprochen.

    Wenn du magst, schau mal in meinen Artikel zum Sauerteig ansetzen — da erkläre ich Schritt für Schritt wie’s geht. Du schaffst das!

    Liebe Grüße
    Anne

Matze
18. April 2023 at 16:35
Reply

5 Sterne
Vielen Dank für die tolle Anleitung.
Ich habe ein Problem: im letzten Schritt – im Ofen – „geht“ mein Brot nicht mehr weiter auf, sondern bleibt exakt, wie man es in den Ofen schiebt. Es ist dann auch sehr kompakt, flach und schwer.
Irgendein Tipp.



    Anne
    15. July 2024 at 18:39
    Reply

    Lieber Matze,
    probier es beim nächsten mal mit einem „topmotiviertem“ Sauerteig, den Du an zwei Tagen hintereinander anfütterst…vielleicht hast Du dann mehr Glück.

    Herzliche Grüße, Anne

    Anne
    23. May 2026 at 21:58
    Reply

    Lieber Matze,

    Oh, das kenn ich und das ist so ein Moment wo man am liebsten die Ofentür zuschlagen und Pizza bestellen würde. Aber keine Panik, das kriegen wir hin!

    Die häufigsten Kandidaten wenn Roggenbrot im Ofen nicht mehr aufgeht:

    Der Sauerteig war noch nicht fit genug. Ist er wirklich aktiv und blubbert schön bevor du ihn verwendest? Ein müder Sauerteig = ein müdes Brot.

    Die Gare war zu lang. Klingt paradox, aber übergangenes Brot fällt im Ofen in sich zusammen statt aufzugehen. Wenn der Teig im Gärkörbchen schon stark aufgegangen ist, lieber etwas früher backen.

    Zu wenig Dampf im Ofen. Die ersten 15 Minuten braucht Roggenbrot Dampf damit die Kruste nicht zu früh fest wird. Einfach eine feuerfeste Schale mit heißem Wasser mit in den Ofen stellen.

    Der Ofen war nicht heiß genug. Wirklich auf Temperatur vorheizen — mindestens 250 Grad, und das Backblech oder der Topf sollte glühend heiß sein wenn das Brot reinkommt.

    Probier mal einen dieser Punkte aus und sag mir ob sich was verändert hat. Wir kriegen dein Brot zum Aufgehen!

    Liebe Grüße
    Anne

abu sidi
14. August 2023 at 20:45
Reply

5 Sterne
Hallo,
endlich ein vernünftiges Brotrezept. Das mit dem Gusseisernen ist etwas ungenau. Im Rezept steht nichts von Deckel drauf oder nicht drauf, in einem Kommentar steht „drauf“. Das Brot ist jetzt im Ofen und ich hoffe sehr, dass es auch ohne Deckel geniessbar sein wird.

Gruß
abusidi



    Anne
    20. October 2023 at 11:15
    Reply

    Hallo Abusidi,
    am besten backst Du das Brot mit geschlossenem Topf. Die letzten 10 Minuten nimmst Du den Deckel ab und lässt das Brot noch etwas Farbe annehmen.

    Herzliche Grüße und viel Spass beim Backen,
    Anne

    Anne
    23. May 2026 at 22:03
    Reply

    Hallo Abusidi,
    erstmal danke für den Hinweis — und ja, da hast du vollkommen recht! Das ist eine echte Lücke im Rezept, die ich sofort schließe. Sorry dafür!

    Des Rätsels Lösung: Die ersten 20-25 Minuten kommt der Deckel drauf. Der hält den Dampf im Topf und sorgt dafür dass das Brot schön aufgeht ohne dass die Kruste zu früh fest wird. Dann Deckel runter für die restliche Backzeit — so wird die Kruste herrlich kross und dunkel.

    Ohne Deckel wird dein Brot trotzdem genießbar, keine Panik! Es wird nur etwas kompakter und die Kruste anders als geplant. Aber ich bin gespannt was du berichte — manchmal überrascht uns das Brot ja auch positiv.

    Liebe Grüße
    Anne

Marie
18. August 2023 at 08:36
Reply

Vielen Dank für das Rezept
Bleibt der Deckel die ganze Backzeit auf dem Gusseisernen?
Ich nehme ihn sonst immer nach 25 Minuten ab. Lieber Gruss, Marie



    Anne
    20. October 2023 at 11:12
    Reply

    Hallo Marie,
    ich nehme den Deckel in den letzten 10 Minuten ab. Wenn das Brot Dir zu dunkel erscheint, lass ihn lieber drauf. Viel Spass beim Backen 😉

    Herzliche Grüße, Anne

    Anne
    23. May 2026 at 22:05
    Reply

    Hallo Marie,
    dein Instinkt ist goldrichtig! Nach 25 Minuten kommt der Deckel runter — genau so mache ich das auch.

    Die ersten 25 Minuten mit Deckel sorgen dafür dass der Dampf im Topf bleibt und das Brot schön aufgehen kann. Dann Deckel ab und nochmal 20-25 Minuten ohne — so bekommt die Kruste ihre schöne dunkle Farbe und wird herrlich kross. Das ist der Moment wo die ganze Küche nach frischem Brot riecht und man am liebsten sofort reinbeissen würde. Was man natürlich nicht tut. Natürlich nicht.

    Liebe Grüße
    Anne

Anna-Maria
28. August 2023 at 11:35
Reply

5 Sterne
Hallo Anne, ich habe erst vor kurzem begonnen Brot zu backen und bin hier oben in Norwegen. Hier haben die Mehle leider keine Typ-Nummer, sondern ich habe einfach die Auswahl zwischen grobem und feinem Roggenmehl. Sollte ich lieber das grobe oder das feine Roggenmehl verwenden? Ich hatte bisher immer das grobe verwendet, habe aber das Gefühl, dass es vielleicht doch eher das feine Mehl braucht.
Meine Brotkruste wird außerdem immer sehr hart, hast du vielleicht eine Idee woran das liegen kann?
Braucht das Brot Feuchtigkeit im Backrohr?
Vielen Dank schon mal für deine Hilfe! 🙂



    Anne
    20. October 2023 at 11:10
    Reply

    Liebe Anna-Maria,
    ich würde wahrscheinlich das feine Mehl nehmen. Wenn Du es gern etwas rustikaler magst, könntest Du ja versuchsweise mal ein Viertel der Mehlmenge durch die gröbere Variante ersetzen. Ich bin gespannt auf Deine Ergebnisse…

    Herzliche Grüße, Anne

    Anne
    23. May 2026 at 22:08
    Reply

    Hallo Anna-Maria!

    Wie schön dass du aus Norwegen schreibst — und dass du dort überhaupt Roggenmehl bekommst, Respekt!

    Zur Mehl-Frage: Dein Gefühl trügt dich nicht! Für dieses Rezept nimm das feine Roggenmehl. Das grobe eignet sich eher als Beimischung für besonders rustikale Brote — mit feinem Mehl arbeitet der Sauerteig viel besser und die Krume wird gleichmäßiger.

    Und zur harten Kruste — da hast du die Antwort eigentlich schon selbst gestellt: Ja, das Brot braucht Feuchtigkeit im Ofen! Einfach eine feuerfeste Schale mit heißem Wasser auf den Ofenboden stellen wenn du einheizst. Das verhindert dass die Kruste zu früh austrocknet und steinhart wird. Wenn du im Gusseisernen backst, übernimmt der Deckel diese Aufgabe — der hält den Dampf direkt beim Brot.

    Probier das mal aus und sag mir ob dein nächster Laib besser wird!

    Liebe Grüße
    Anne

Steffi
16. February 2024 at 19:14
Reply

5 Sterne
Hallo Anne, das Rezept klingt wunderbar! Jedoch scheitere ich als blutige Anfängerin schon daran, was ich mit dem ersten Sauerteig mache. In den Kühlschrank oder bei Raumtemperatur 14 bis 16 Stunden reifen lassen? Danke für deine Hilfe! Steffi



    MissMaxOdin
    23. January 2025 at 14:42
    Reply

    Hallo Steffi,
    Deine Frage ist ja schon eine Weile her, aber genau die selbe Frage stelle ich mir auch und leider hat es Anne verpasst dir deine Frage zu beantworten.

    Anne
    22. April 2025 at 20:28
    Reply

    5 Sterne
    Hallo Steffi,
    den Sauerteig lasse ich immer bei Zimmertemperatur reifen. Wenn ich ihn mal parken möchte, dann gebe ich ihn in den Kühlschrank. Da schafft er dann locker zwei Wochen ohne Fütterung.
    Liebe Grüße und viel Spass beim Backen,
    Anne

Lollo
2. March 2024 at 08:43
Reply

5 Sterne
Dank aus Kanada für das tolle Rezept. Ich hatte seit September 2023 meinen eigenen Roggensauerteig angesetzt und dann so im November/Dezember versucht, Brot damit zu backen und es gelang mir 5 Laibe lang nicht – einfach nur harte Steine ohne Geschmack. Aber mein Sauerteig war wohl einfach noch nicht so weit. Ich habe dann auf ein Vollkorn-Bio-Mehl gewechselt und noch ein paar Wochen länger gefüttert. Don’t rush it! Dann dieses unkomplizierte Rezept gefunden und nun geht es prima auf! Ich bin ganz stolz auf mein tolles deutsches/österreichisches Brot – man bekommt so etwas nicht so leicht (oder eher gar nicht) bei uns in Kanada. Ich würze mit frisch gemahlenen Anis/Fenchel/Koriander/Kümmel-Samen.



    Anne
    23. May 2026 at 22:11
    Reply

    Hallo Lollo,

    fünf Steinlaibe durchhalten und nicht aufgeben? Das ist Charakter. Die meisten hätten nach dem zweiten den Sauerteig aus dem Fenster geschmissen und sich bei Tim Hortons ein Sandwich gekauft. Nicht du. Und jetzt? Eigenes deutsches Brot in Kanada. Ich bin ein bisschen stolz auf dich!

    „Don’t rush it“ — das sollte eigentlich auf jeder Sauerteig-Packung weltweit stehen. Der Sauerteig macht das in seinem eigenen Tempo, und wer das respektiert wird belohnt. Du bist der Beweis.

    Und diese Gewürzmischung! Anis, Fenchel, Koriander, Kümmel frisch gemahlen — ich rieche das fast durch den Bildschirm. Das klingt nach einem Brot das die ganze Nachbarschaft an die Tür lockt.

    Danke für diesen wunderbaren Kommentar!

    Liebe Grüße
    Anne

Hans
28. March 2024 at 08:43
Reply

Muss das Roggensauerteigbrot in einer Gußform gebacken werden, oder kann man es auch ganz klassisch auf einem Schamottestein im Backhaus backen. Es kommt natürlich auch auf die Konsistenz an. Wenn der Teig zu weich ist, dann verläuft er und man bekommt ein flaches Brot.



    Anne
    23. May 2026 at 22:13
    Reply

    Lieber Hans,

    du hast das Wichtigste schon selbst auf den Punkt gebracht — die Konsistenz entscheidet alles!

    Roggensauerteig hat kaum Gluten und ist von Natur aus weicher und klebriger als Weizenteig. Deshalb läuft er auf dem freien Stein gerne auseinander und man backt sich eher eine Flade als einen Laib. Das Gusseisen oder eine Kastenform geben dem Teig die nötige Unterstützung damit er nach oben statt nach außen geht.

    Auf dem Schamottestein klappt es aber trotzdem — wenn der Teig fester ist. Das erreichst du entweder durch etwas weniger Wasser im Rezept, oder du formst den Laib sehr straff und backst ihn direkt aus dem Gärkorb heraus — also kalt und ohne lange Wartezeit nach dem Stürzen.

    Wenn du ein Backhaus hast — ich bin neidisch. Ernsthaft. Ein Roggenbrot aus dem Holzofenbackhaus ist nochmal eine ganz andere Liga.

    Liebe Grüße
    Anne

Martina
31. March 2024 at 09:07
Reply

Ich werde dieses Rezept sicher ausprobieren.Bin aber absolute anfängerin.Deswegen die Frage muss man das Brot mit Deckel backen oder ohne Deckel.Liebe grüsse



Eva
22. September 2024 at 09:39
Reply

Ich backe das Brot nach deinem Grundrezept seit ca 4 Monaten einmal die Woche,der Teig variiert mit Rogg3n-Dinkel-Weizenmehl, Oder auch gemischt. Ich setze nach Lust und Laune Möhren,Nüsse,Brotgewürz,Zwiebeln ,Kräuter zu. Mal einzeln mal gemixt oder Pur,es ist noch nie misslungen,schmeckt super und der Sauerteigansatz wird immer besser! Macht einfach Spaß, Heute wird übrigens mit Möhren und Nussmischung gebacken! Danke für dieses tolle Grundrezept!



Hans Peter
13. April 2025 at 16:29
Reply

5 Sterne
Als Neu-Diabetiker („Alterszucker“) bin ich bei der kompletten, bislang erfolgreichen Ernährungsumstellung, bzw. Recherche danach, auch auf dieses Rezept gestossen und habe es ausprobiert mit allem Drum und Dran (Anstellgut/Sauerteig/Gusseisentopf): das Resultat kann sich nicht nur sehen lassen (Bildbeweis möglich), sondern schmeckt auch ganz ausgezeichnet, mit langanhaltender Sättigung! Besten Dank, zur Nachahmung empfohlen!



    Anne
    23. May 2026 at 22:19
    Reply

    Lieber Hans Peter,
    Das ist doch mal eine Nachricht die einem das Herz aufgehen lässt — fast so schön wie ein perfekt aufgegangenes Roggenbrot!

    Ernstmal: Hut ab! Eine komplette Ernährungsumstellung nach einer Diabetes-Diagnose ist keine Kleinigkeit — und dann gleich mit Anstellgut, Sauerteig und Gusseisentopf einzusteigen ist nicht gerade der einfache Weg. Aber genau der richtige.

    Denn du hast instinktiv das Richtige gegriffen: Echtes Roggensauerteigbrot hat einen sehr niedrigen glykämischen Index, weil die Milchsäurebakterien im Sauerteig die Stärke vorverarbeiten. Der Blutzucker steigt viel langsamer als bei normalem Brot — und die lange Sättigung die du spürst ist kein Zufall sondern pure Biochemie.

    Den Bildbeweis nehme ich sehr gerne! Schick ihn mir — so ein Erfolgsbrot gehört geteilt.

    Liebe Grüße
    Anne

Nina
27. April 2025 at 11:30
Reply

Hallo Anne,
Probiere dein Rezept zum ersten mal und backe auch zum ersten Mal mit meinem triebstarken Sauerteig.

Nach dem gehen an einem warmen Ort (in der Sonne) hat sich der Teig leider kein bisschen verändert. Er ist recht fest. Hab ich was falsch gemacht?

Sauerteig ist super aufgegangen, und alles genau abgewogen :/

Danke für Tipps



    Anne
    23. May 2026 at 22:20
    Reply

    Oh nein, das kenne ich — man schaut alle 20 Minuten hoffnungsvoll auf den Teig und der schaut einfach gleichgültig zurück. Frustrierend!

    Aber keine Panik, das können ein paar Dinge sein:

    Roggenteig geht generell viel weniger auf als Weizenteig. Der macht keine dramatische Verdopplung wie man das vielleicht kennt — 10-20% mehr Volumen ist beim Roggen schon ein Erfolg. Wenn du also auf ein luftiges Hefeteig-Wunder gewartet hast, hat dich der Roggen einfach still ignoriert.

    Der Teig könnte zu fest sein. Hast du vielleicht etwas weniger Wasser verwendet? Fester Teig geht schwerer auf. Ein Roggensauerteigteig sollte eher klebrig-weich sein, nicht knetsam.

    Die Sonne klingt warm, aber wie warm war es wirklich? Unter 24-25 Grad tut sich beim Sauerteig nicht viel. Über 30 Grad wird er dagegen wieder träge.

    Mein Tipp: Einfach trotzdem backen! Roggenbrot verzeiht viel und wird auch aus einem scheinbar unbewegten Teig oft überraschend gut. Der Ofen macht dann nochmal was mit ihm.

    Berichte wie es geworden ist!

    Liebe Grüße
    Anne

Ansch
10. May 2025 at 15:28
Reply

5 Sterne
Hallo Anne,
ich backe nun dein Rezept zum zweiten Mal und hab beim ersten Mal den Sauerteig im Kühlschrank 14-16 Std. ruhen lassen. Du schreibst leider nicht wo ? Diesmal probiere ich es bei Zimmertemperatur, hoffe das klappt auch ?!
Vielleicht kannst mir doch noch einen Tipp geben, wie es am besten funktioniert. Mein Roggenmehl 1150 lässt sich nämlich nur sehr knifflig verbacken, geht sehr schlecht auf. Bei reinem Roggenbrot ja eigentlich normal, aber etwas locker sollte es schon werden.
Danke für deine Hilfe



    Anne
    23. May 2026 at 22:23
    Reply

    Hallo Ansch,
    Schön dass du gleich beim zweiten Versuch dabei bist — und danke für den Hinweis, da schließe ich sofort die Lücke im Rezept!

    Also: Beides funktioniert, aber mit unterschiedlichem Ergebnis. Im Kühlschrank über Nacht entwickelt der Teig mehr Aroma — langsame, kalte Gäre macht Brot geschmacklich tiefer und komplexer. Bei Zimmertemperatur geht es schneller, 2-4 Stunden reichen meist, aber der Geschmack ist etwas milder. Beides ist richtig, es ist eher eine Frage was dir lieber ist.

    Zum Roggenmehl 1150: Das ist ein kräftiges, dunkles Mehl mit viel Schalenanteilen — und ja, das geht tatsächlich schwerer auf als helleres Roggenmehl. Ein paar Tricks die wirklich helfen:

    Etwas mehr Wasser als im Rezept angegeben — 1150er Mehl säuft regelrecht und braucht mehr Flüssigkeit damit der Teig nicht zu fest wird.

    Den Sauerteig wirklich auf dem Höhepunkt verwenden — also wenn er am meisten blubbert und gewölbt ist, nicht danach.

    Etwas länger gären lassen als bei hellem Mehl. Der 1150er braucht einfach mehr Zeit.

    Ganz locker wie ein Weizenbrot wird es nie — aber mit diesen Tipps sollte es deutlich besser aufgehen!

    Liebe Grüße
    Anne

Amaruuk
9. August 2025 at 12:47
Reply

4 Sterne
Hat ganz gut funktioniert allerdings hatte ich den Fehler mit dem Fertig-Sauerteig gemacht, als ich ein bisschen frische Hefe hinzugegeben hatte klappte es aber. Gebacken hab ich es „Freiform“ da ich mir als alleine Lebender Azubi die ganzen Utensilien noch ned leisten kann .
Ist aber echt super geworden



Marion B.
11. August 2025 at 20:34
Reply

5 Sterne
Tolles Rezept, dass man je nach Lust und Laune abändern kann. Habe heute beim Hauptteig 200 Gramm Roggenmehl durch ein glattes Weizenmehl ausgetauscht, im Gußeisentopf 10 Minuten bei 250 Grad, 30 Minuten bei 210 Grad und 15 Minuten ohne Deckel bei 210 Grad gebacken. Die Kruste ist schön kross und das Innere wunderbar saftig. Ich lieb‘s. Danke!



Sandra
23. August 2025 at 01:18
Reply

Ich möchte gern das Rezept mal ausprobieren.

Ich habe allerdings schon fertigen Roggensauerteig da. Ich brauch dadurch für das Rezept keinen gesonderten Sauerteig mit Anstellgut und Roggenmehl mehr ansetzen.
Wieviel g fertigen Sauerteig ergibt ihr Vorteig, der wiederum für den Hauptteig verwendet wird?

Danke für Ihre Hilfe.



    Anne
    23. May 2026 at 22:25
    Reply

    Liebe Sandra,
    super dass du gleich loslegen kannst — fertiger Sauerteig im Kühlschrank ist doch was Schönes.

    Kurze Erklärung damit du weißt womit du es zu tun hast: Der Vorteig im Rezept besteht aus dem Anstellgut plus Roggenmehl plus Wasser — zusammen ergibt das je nach Rezeptmenge ungefähr 300-350g fertigen Sauerteig.

    Wenn dein fertiger Sauerteig frisch und aktiv ist — also noch blubbert und nicht zu säuerlich riecht — kannst du ihn direkt als Vorteig-Ersatz verwenden. Einfach die entsprechende Menge abwiegen und direkt in den Hauptteig geben, den Schritt mit dem Vorteig ansetzen überspringst du dann komplett.

    Wichtig: Ist dein Sauerteig schon etwas älter oder direkt aus dem Kühlschrank, lass ihn vorher nochmal 1-2 Stunden bei Zimmertemperatur aufwachen. Ein müder Sauerteig = ein müdes Brot, das hatten wir schon

    Viel Erfolg beim ersten Laib!

    Liebe Grüße

Sandra
23. August 2025 at 08:06
Reply

5 Sterne
Ich wollte gern mal das Rezept von euch ausprobieren. Ich habe allerdings schon einen fertigen Sauerteig und muss meinen auch nicht mehr füttern oder neu ansetzen.

Nun die Frage: Wieviel Gramm ergibt der Vorteig, wenn dieser fertig ist bzw. wieviel Gramm Sauerteig benötigt man für den Hauptteig?

Danke für die Hilfe.



Andreas
18. November 2025 at 16:22
Reply

3 Sterne
Ich habe genau nach Anweisung gearbeitet!
Leider ist das Brot sehr kompakt geworden !
Es ist nicht gut aufgegangen !
Lg



    Anne
    4. May 2026 at 14:28
    Reply

    Hallo Andreas,
    das kann mehrere Gründe haben…
    1. Dein Starter ist zu schwach. Das ist der häufigste Grund – besonders, wenn du deinen Starter frisch angesetzt hast oder er wochenlang im Kühlschrank stand.
    2. Dein Starter war überreif. Die Milchsäurebakterien haben so viel Säure produziert, dass die Hefen gebremst wurden.
    3. Deinem Feigling war es zu kalt. Sauerteig braucht Wärme – das klingt banal, wird aber regelmäßig unterschätzt, vor allem im Winter. Die ideale Temperatur für die Stockgare liegt zwischen 24 und 28 Grad. Unter 20 Grad verlangsamt sich die Fermentation erheblich.
    4. Der Ofen hat nicht kooperiert. Viele Öfen heizen ungenauer als angezeigt. Für guten Ofentrieb brauchst du mindestens 230 Grad, besser 240 bis 250 – und das muss wirklich die Temperatur im Inneren sein, nicht nur die eingestellte.

    Gib nicht auf. Vielleicht helfen Dir diese Stellschrauben etwas weiter.
    Herzliche Grüße, Anne

    Anne
    23. May 2026 at 22:27
    Reply

    Oh nein! Aber weißt du was — „genau nach Anweisung“ und „Roggenbrot“ sind zwei Dinge die sich nicht immer einig sind. Der Roggen ist halt ein Eigenbötler.

    Bevor du den Mut verlierst: Sag mir mal kurz wie dein Sauerteig vorher ausgesehen hat. Hat er geblubbert wie verrückt oder war er eher so… müde? Und wie lange und wo hat dein Teig gegort? Das sind meistens die zwei Stellen wo der Hund begraben liegt — nicht das Rezept, nicht du.

    Roggenbrot ist generell kompakter als Weizenbrot, das gehört dazu. Aber wenn es wirklich ein Ziegelstein war, kriegen wir das beim nächsten Versuch besser hin. Versprochen!

    Liebe Grüße
    Anne

Alex
26. December 2025 at 19:49
Reply

1 Stern
Hallo Anne,
Bei mir kam leider beim Vorteig nur ein harter Klumpen raus. Mein Sauerteig ist gut, denn beim Dinkelbrot funktioniert es super. Ich hab dann zusätzlich Wasser dazu getan und hatte am nächsten Morgen auch ein schön aufgegangen Vorteig. Dann die restlichen Zutaten dazu und dann ist selbst der TM bei kneten heiß gelaufen. Es wurde wieder nur eine feste klebrige Masse 🙁 aufgegangen ist da nix. Mit den Mengen Angaben funktioniert das leider nicht. Schade.



    Anne
    23. May 2026 at 22:28
    Reply

    Hallo Alex,
    erstmal danke dass du so hartnäckig drangeblieben bist — mit Zusatzwasser improvisieren und trotzdem weitermachen, das ist echter Backgeist!

    Aber ich glaube ich weiß wo der Haken liegt: Der Thermomix! Der ist für Roggensauerteig leider nicht die beste Wahl. Roggenteig hat kaum Gluten und muss eigentlich gar nicht geknetet werden — nur gut verrührt. Der TM knetet aber mit Kraft und Wärme, und genau das macht den Teig kaputt. Die Hitze tötet die Hefen ab und der Teig geht dann nicht mehr auf. Dass der TM dabei heiß gelaufen ist sagt eigentlich alles.

    Mein Tipp für den nächsten Versuch: Einfach mit einem großen Löffel oder den Händen rühren bis alles vermischt ist — fertig. Keine Maschine, keine Kraftanstrengung. Roggenteig will keine Massage, der will nur kurz zusammengeführt werden.

    Und zum harten Klumpen beim Vorteig: Da war schlicht zu wenig Wasser. Das passiert schnell, da bessere ich die Mengenangaben im Rezept nach!

    Probier es nochmal ohne TM — ich glaube du wirst überrascht sein!

    Liebe Grüße
    Anne

Karin
7. January 2026 at 13:44
Reply

Hallo Anne,
kann ich dem Brot auch Sonnenblumenkerne, Chiasame, Kürbiskerne hinzufügen.



    Anne
    2. May 2026 at 21:01
    Reply

    Hallo Karin,
    hier kannst Du ganz wild experimentieren. Bei Chiasamen musst Du nur bedenken, dass sie reichlich Flüssigkeit aufsaugen. Fast Dich da einfach langsam ran.

    Herzliche Grüße, Anne

    Anne
    23. May 2026 at 22:30
    Reply

    Liebe Karin,
    aber klar doch — da sind deiner Fantasie keine Grenzen gesetzt! Roggensauerteigbrot und Kerne sind ein Dreamteam.

    Sonnenblumenkerne, Kürbiskerne, Chiasamen — alles super. Einfach beim Hauptteig untermischen, ca. 50-80g pro Laib sind ein guter Anfang. Chiasamen am besten vorher kurz einweichen, die ziehen sonst dem Teig die Feuchtigkeit weg und machen ihn fester als er sein soll.

    Und wenn du schon dabei bist: Leinsamen, Sesam, Hanfsamen oder ein bisschen Haferflocken passen auch wunderbar. Ich gebe oft eine gute Handvoll von dem rein was gerade da ist — jedes Brot wird so zum Unikat!

    Liebe Grüße

Sandra
3. February 2026 at 14:18
Reply

5 Sterne
Hallo, habe heute das Brot gebacken es kühlt grade ab. Das einzige was mich gestört hat ist das der Teig sehr klebrig war, und obwohl ich ordentlich Mehl genommen habe, ist mir der Teig im Gärkorb kleben geblieben.



    Anne
    2. May 2026 at 20:41
    Reply

    Hallo Sandra,
    Roggenteig ist meist klebriger als Weizenteig, weil er reich an wasserbindenden Schleimstoffen, sogenannten Pentosanen, ist und kein elastisches Klebereiweiß wie Weizen entwickelt. Während Weizen durch Gluten eine feste Struktur bildet, quellen die Pentosane im Roggen stark auf. Das sorgt für eine zähe, klebrige Masse.
    Wenn Du Schwierigkeiten hast den Feigling aus dem Gärkörbchen zu bekommen, versuch es mal mit Stärke anstatt Mehl. Streu das Gärkörbchen mit Stärke aus und setz deinen Teigling hinein. Jetzt sollte er sich besser nach der Rastzeit lösen. Viel Erfolg für den nächsten Backtag.

    Herzliche Grüße;
    Anne

    Anne
    23. May 2026 at 22:32
    Reply

    Liebe Sandra,

    erstmal Glückwunsch — das Brot kühlt ab, das ist schonmal die halbe Miete!

    Der Gärkorb-Kleber ist ein Klassiker und du bist damit in allerbester Gesellschaft. Mehr Mehl ist leider nicht immer die Lösung — Roggenteig klebt so hartnäckig dass er sich auch durch eine halbe Mehlpackung nicht beeindrucken lässt.

    Der Trick ist Reismehl! Das klingt erstmal komisch, aber Reismehl klebt nicht und hält den Teig zuverlässig auf Abstand. Einfach den Gärkorb damit ausstreuen statt mit normalem Roggen- oder Weizenmehl — und das Problem ist Geschichte. Alternativ den Gärkorb mit einem gut bemehlten Leinentuch auskleiden.

    Und noch ein Tipp: Den Gärkorb nach dem Benutzen gut trocknen lassen und nicht auswaschen — ein guter eingearbeiteter Gärkorb klebt mit der Zeit immer weniger.

    Bin gespannt wie dein Brot geworden ist!

    Liebe Grüße
    Anne

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