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Stilton mit Portwein – für Papa

22. Februar 2013

Käse schmeckt gut. Portwein schmeckt gut. Wenn die beiden sich verabreden und man sie drei Tage in Ruhe lässt, belohnen Mrs. Stilton und Mr. Port mit grossartigen Angriffen auf meine Geschmackssynapsen. Gesellt sich zu guter Letzt noch eine Birne in Form von karamellisiertem Kompott dazu und eine Scheibe frisches Sauerteigbrot, steht meinem kulinarischem Glück nichts mehr im Wege.

Zutaten:
1 Töpfchen Blue Stilton, 1 Glas Portwein, 1 grosse oder 2 kleine feste Birnen, 1 El Butter, 1 TL Zucker (ich mag es am liebsten mit braunem Zucker), 1/4 TL Zimt, 1 TL Waldhonig, ein paar Walnüsse, 1 EL weissen Balsamico und 1 gute Prise Fleur de Sel.

Das Stiltontöpfchen öffnen, den Wachsdeckel entfernen und soviel Portwein zugiessen, dass der Stilton gut bedeckt ist. Das war es schon. Für meinen Geschmack klingt das fast zu einfach für eine Sache die soooo leeeckeer ist. Aber Nutellaglas aufschrauben, Löffel reinstecken und ablecken klingt ja auch nicht so kompliziert und ist auf seine Art ebenso lecker!

Jetzt braucht es etwas Geduld – nämlich mindestens zwei, besser drei Tage brauchen Stilton und Port um sich so richtig gut kennenzulernen. Das tun sie bei mir im Kühlschrank. Wichtig: mindestens zwei Stunden vor dem Servieren aus dem Kühlschrank nehmen.

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Für das karamellisierte Birnenkompott, die Birne waschen, nicht schälen und in kleine Würfel schneiden.

Butter im Topf zerlassen, die Birnenwürfel, Zucker und Zimt zufügen und karamellisieren lassen. Mit Balsamico ablöschen und, wenn der Essig verkocht ist, einen Schluck Portwein angiessen und Walnüsse zugeben. Das Kompott so weich dünsten, wie es beliebt. Vielleicht noch mal Port nachgiessen. Ich mag es mit Biss. Zum Schluss den Honig dazugeben und mit Salz abschmecken.

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Das Sauerteigbrot toasten. Wer es suuuperenglisch will, nimmt statt Brot  Walnuss-Hafer-Cracker. Stilton auf das Brot streichen und mit dem Birnenkompott toppen. Dazu trinke ich am liebsten – Überraschung!!! – Portwein.

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Eine Stilton-Story

Es war einmal…so fangen viele gute Geschichten an. Also, es war einmal vor langer Zeit, wir schreiben das Jahr 1730, ein tüchtiger Wirt, Cooper Thornhill genannt. Der gute Mann betrieb ein bescheidenes Wirtshaus an der Great-North-Road, in dem kleinen Örtchen Stilton, in der mittelenglischen Grafschaft Cambridgeshire.

Wahrscheinlich war ihm das Bier ausgegangen, vielleicht ist ihm in seiner Pinte auch der „Himmel auf den Kopf gefallen“, womöglich hatte er mit Mrs. Thornhill einen kleinen aber hartnäckigen Biosozialkonflikt (tolles Wort für Beziehungsstress!). Egal – er wird schon einen guten Grund gehabt haben.

Er begab sich jedenfalls auf eine kleine Reise in die Grafschaft Leicestershire. Reisen war schon damals anstrengend und der gute Mann bekam Hunger. Bei Melton Mowbray entdeckte er erst einen kleinen Bauernhof und dann dort die Bäuerin Frances Pawlett, die einen gar köstlichen Blauschimmelkäse herstellte.
Er war so begeistert, dass er, nach Genuss beträchtlicher Mengen Käse, mit ihr vereinbarte, nicht nur reichlich Käse mitzunehmen, sondern gleich die gesamte Vermarktung des, zugegeben äusserlich nicht besonders attraktiven, Käses zu übernehmen.

Nach wenigen Monaten wurden bereits ganze Wagenladungen des mittlerweile „Stilton“ genannten Käses, durch England geschickt. Thornhill hatte sich die Handelsroute zwischen London und Nordengland zu Nutze gemacht…die lief, welch Zufall: über Stilton.

KäsePortweinStilton
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Anne

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5 Comments


Ulli
1. March 2013 at 19:26
Reply

Suuuuuuper hat der Stilton geschmeckt!

Leider etwas wenig… Aber wirklich oberlecker!

Werde ich unbedingt nachmachen. 😉

Danke!

Ulli



Nic und Hans
21. December 2013 at 16:16
Reply

Ein Geschmacksexperiment:
1) Stilton mit Tawny-Port
2) Stilton mit White-Port
3) Stilton mit Rosé-Port
4) Stilton mit Ruby-Port

In 3 Tagen werden wir es wissen, welche Stilton-Port-Paste die Geschmacksknospen am meisten streichelt oder ob es keine Unterschiede gibt (was wir nicht glauben)

LG, Nic und Hans



    Nic und Hans
    25. December 2013 at 08:12
    Reply

    Hier das Ergebnis (von megalecker-lecker mit Abstrichen)
    1) Tawny-Port
    2) White-Port
    3) Ruby-Port
    4) Rosé-Port

    LG,
    Nic und Hans

Michael & Brigitte Damaschke
18. August 2018 at 12:27
Reply

Und die Jahre zogen ins Land…und zogen…und zogen…wir schreiben schon das Jahr 2018…Mönsch, auch schon August…in … Tagen ist Weihnachten ;-)… und plötzlich gibt es bei Kaufland dieses kleine Döschen…sogar in der Werbung….nie was von gehört und trotzdem vor Neugier gekauft. Ehhhh, wo ist der Blauschimmel ??? Sieht alles weiß aus…Ahh, da ist ein englischsprachig ( wichtig ) erscheinende Zettel.
Hohoho, WAX …na sowas…dann ist ja der Inhalt noch weniger :-(….und nun ? Ach schön das es Internet gibt und schön, das Anne eine Idee hat. Portwein ist ( eher zufällig ) im Haus. Verschmähtes Geschenk von Freunden aus Porto…aber jetzt bekommt er seine Aufgabe: er soll sich an Mrs. Stilton “ ranmachen „. Wir geben ihm 3 Tage….und sind gespannt, wie er das auf die Reihe bekommt…..



    Anne
    21. August 2018 at 13:18
    Reply

    Hallo Ihr Beiden,
    da bin ich aber gespannt, wie es Euch schmeckt. Ich habe vor drei Tagen auch gerade einen Stilton angesetzt. Morgen werden noch ein paar Birnen in Portwein pochiert und dann kann es losgehen!
    Liebste Grüße derweil aus Eutin,
    die Anne

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