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warum kochen glücklich macht…

22. Mai 2012

Griessbrei und Milchreis mit Zucker und Zimt von meiner Mama, Kässpätzle mit Blattsalat von der Grossmama, Karthäuserklösse mit Weinschaumsoße von meiner Tante Gabi, Kalbsbäckchen de Luxe vom Papa, Westfälischer Lappenpickert mit Zuckerrübensirup von meiner Urgrossmutter (Omi), Schwäbische Linsensuppe mit Spätzle von Tante Gisela, Kaiserschmarren mit Zwetschgenröster und Vanillesoße (Tante Gabi macht den besten!), Rinderrouladen, Königsberger Klopse (mit viel, viel Kapern) gefüllte Paprikaschoten, Kasslerbraten von Frau Nienstedt (die Mutter meiner ersten Liebe), mein erstes selbstgemachtes Tiramisu, die Liste meiner kulinarischen Kindheitserinnerungen ist lang und der Duft von Essen der mittags durch Treppenhaus waberte wenn ich aus der Schule kam ist noch präsent.

Meine Mama hat mich früh „an den Herd“ gelassen, mir viele Tricks beigebracht und mir immer Mut gemacht etwas neues auszuprobieren. Das hatte dann manchmal zur Folge, dass sie meine „Spiegeleier a la Anne“, die mit Curry, Zimt und Beifuß gewürzt waren, mit mütterlicher Bewunderung für meine Kochkünste „genießen“ durfte. Damals war ich sechs Jahre alt. Zu meinem achten Geburtstag bekam ich von ihr mein erstes Kochbuch: „Das Ravensburger Kochbuch für Kinder“. Sie hat das ganze Buch von vorne bis hinten mit mir durchkocht. Ich lernte Kochrezepte zu verstehen und nachzukochen und meine Mutter blieb von meinen legendären Curryspiegeleiern verschont.

Ich bin aufgewachsen mit Menschen, die gern essen und gut kochen. So war es nur naheliegend, dass mich das Kochvirus ebenfalls befallen hat. Es macht mich glücklich aus einfachen Zutaten mit Liebe und ohne grosse Verrenkungen gutes und gesundes Essen auf den Tisch zu bringen.
Es geht nicht darum, die Rezepte einfach nachzukochen, sondern selbst kreativ zu werden! Liebe geht durch den Magen und „Eine gute Küche ist das Fundament allen Glücks“ sagte einst Georges Auguste Escoffier. Er hat recht!

  • Beantworten
    die Mama
    4. Juli 2012 at 17:12

    auch wenn wir (die Alten) den Kochvirus in Dich gelegt haben, so übertriffst Du uns doch alle mit Deiner Phantasie… Ich bin stolz auf Dich

    Deine Mama
    (die Beste von allen!)

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