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Maos Villa, die Lei Feng Pagode und ein Märchen

„Im Himmel gibt es das Paradies, auf Erden und Hangzhou“, so heißt es im chinesischen Volksmund. Hangzhou (chin. 杭州) liegt im Norden der Provinz Zhejiang, am Unterlauf des Qiantang-Flusses und am südlichen Ende des Kaiserkanals. Die Landschaft um den Westsee ist unbestreitbar ein wunderschöner Anblick. Dichtbewachsene Hügel und gepflegte Gärten säumen sein Ufer, kleine Cafés und Teehäuser laden zum Verweilen ein.

Hier durften wir schlafen. In der Villa des ehemaligen ersten Vorsitzenden! Im Hintergrund sieht man die Lei Feng Pagode. Sie gehört zu den zehn wichtigsten Sehenswürdigkeiten Hangzhous.
Die Leifeng-Pagode wurde zwischen 972 und 976, in der frühen nördlichen Song-Zeit, zur Genurt seines Sohnes von König Qian Hongchu erbaut, dessen Mutter war die Lieblingskonkubine des Königs.
Um die Lei Feng Pagode webt sich eine zauberhafte Legende:

Es war einmal…so fangen wohl alle Märchen an. Und dieses beginnt ebenso. Es war einmal vor langer, langer Zeit, als Drachen noch lebendig waren und das Wünschen noch geholfen hat, da lebte eine weisse Schlange, die nach tausend Jahren Meditation Menschengestalt angenommen hat. Sie wurde eine junge, wunderschöne Frau. Wo sie auftauchte machte sie die Welt ein wenig schöner. Die Herzen der Menschen flogen ihr zu. Jeder war berührt von ihrem Liebreiz.

Ihre Freundin eine grüne Schlange, wurde nach 500jähriger Meditation in eine zupackende, junge Frau verwandelt. Die beiden Frauen machten in ihrer neuen Gestalt einen Spaziergang am Westsee. Als sie zu der Duanqiao-Brücke kamen, sah die weiße Schlange einen gut aussehenden jungen Mann. Er ist am fünften Tag im fünften Monat geboren. Das zeugt von geistiger und körperlicher Potenz. Der junge Mann, Xu Xian, gefiel der weißen Schlange so sehr.

Sie vertraute ihrer Freundin, der grünen Schlange ihre Gefühle an und diese versprach ihrer Freundin zu helfen. Sie verstand es zu zaubern und rief einen großen Platzregen herbei. Der junge Herr Xu wurde nun vom Regen überrascht und spannte seinen Regenschirm auf. Er kam ebenfalls zur Brücke und sah die beiden Frauen, die vom heftigen Regen klatschnass werden. Xu zeigte Mitleid und überreichte den beiden seinen Regenschirm, während er sich selbst dem großen Regen aussetzte. Die weiße Schlange verliebte sogleich sich in den jungen Mann. der sich ebenso zu der schönen Frau hingezogen fühlte. Mit Hilfe der grünen Schlange wurde nun ein Treffen verabredet und bald darauf heiraten die Verliebten. Nach der Hochzeit macht das junge Ehepaar eine Apotheke am Westsee auf.

Aber der buddhistische Mönch Fa Hai vom Jinshan-Kloster glaubte, dass die weiße Schlange eine böse Hexe sei und den Menschen Unglück brächte. Dies sagte er auch Xu Xian und erzählte ihm, wie man die tatsächliche Gestalt in seiner Frau herausfinden kann. Xu Xian stürzt in grosse Trauer und beginnt zu zweifeln.

Bald ist das Drachenbootfest. An diesem traditionellen Fest trinkt man gewöhnlich Xionghuang-Schnaps. Xu Xian tat an diesem Tag genau das, was der Mönch Fa Hai vom Jinshan-Kloster vom ihm verlangte: Er zwang seine Frau, den Xionghuang-Schnpas zu trinken. Die weiße Schlange war zu diesem Zeitpunkt guter Hoffnung und traute sich nicht abzulehnen. Unverzüglich, nachdem sie den Schnaps getrunken hat, nahm sie ihre Schlagengestalt wieder an. Dies erschrak den jungen Mann zu Tode, glaubte er doch, nun seine grosse Lieber verloren zu haben. innerhalb weniger Stunden wurde er sterbenskrank.
Um ihren Mann zu retten, ging die junge Frau trotz ihrer Schwangerschaft in das Kunlun-Gebirge, um dort magische Heilkräuter zu sammeln. Die Wächter am Kunlun-Gebirge weigerten sich jedoch, der Schlange die Heilkräuter „Schimmerndes Ganoderma“ zu geben. Da kam es zu heftigen Kämpfen zwischen den Wächtern und der Schlange. Die weisse Schlange kämpfte mit dem Mut, den nur Liebende aufbringen können. Der Mut und die Liebe haben die Wächter beeindruckt und schließlich schenkten sie der Schlangen-Frau die Heilkräuter. Sie konnte nun ihren geliebten Xu Xian retten. Er erkannt nun ihre wahre Liebe und war tief beschämt. Beide führen ab sofort ein noch glücklicheres Leben.


Für den Mönch Fa Hai war dies ein Dorn im Auge. Er lauerte Xu Xian auf, nahm ihn gefangen, sperrte ihn in sein Kloster Jinshan und zwang ihn, Mönch zu werden. Die weiße Schlange war ausser sich vor Kummer. Die beiden Schlangen riefen die Hexen aus den Gewässern zu sich und bildeten eine Armee, um gegen den Mönch zu kämpfen. Die Schlangen und ihre magischen Helfer beschwörten eine Flut herbei und es dauerte nicht lange, da stand das Jinshan-Kloster mitten im Hochwasser. Fa Hai aber wollte nicht aufgeben. Er kämpfte und kämpfte, die hochschwangere weisse Schlange war zu schwach um den bösem Mönch zu besiegen. Sollte nun alles vorbei sein? Die beiden Schlangen flohen….

Als die beiden auf die Duanqiao-Brücke kommen, trafen sie Xu Xian, der sich aus dem Jinshan-Kloster befreien konnte. Die Liebenden fielen sich in Arme und weinten vor lauter Glück. Drei Tage, so erzählt man sich, liessen sie einander nicht los. Bald darauf bracht die weiße Schlange ihren Sohn auf die Welt. Es war ein gesundes, starkes Kind und die Eltern voller Stolz. In ihrem grossen Glück vergaßen sie den niederträchtigen Mönch, Fa Hai. Der skrupellose Mönch setzte die Weiße Schlange unter die Leifeng-Pagode, die am Westsee steht, gefangen. Sie sollte nun für immer unter der Pagode gefangen bleiben solange der Westsee nicht versiegt und die Pagode da steht.

Nach langer Meditation kehrte die grüne Schlange zum Westsee zurück um ihre Freundin zu befreien. Sie gewann den Kampf mit dem bösen Mönch Fa Hai, leerte den Westsee und stürzte die Leifeng-Pagode um. Dadurch wurde die Weiße Schlange wieder befreit.

Was aus ihr wurde weiss niemand…..

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